Im Marienviertel soll es bald ein Kneippbecken geben

mlzKneippbecken geplant

Lembeck hat es, Gahlen auch. Und bald auch das Marienviertel? Die Baugenehmigung für ein Kneippbecken liegt vor, aber ein paar Untiefen gibt es noch. Nicht nur finanzielle.

Hervest

, 26.02.2019, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Platz ist wie gemalt für ein Kneippbecken, findet Paul Schürmann. Mehrere Wander- und Radwege führen daran vorbei, Bushaltestellen sind nicht weit entfernt, Platz für Autos und Fahrräder gibt es auch. Und dann ist da noch der Straßenname: „Am Strandbad“ lautet er und erinnert daran, dass dort vor Jahrzehnten tatsächlich ein Strandbad war. Geht‘s passender?

Kneippbecken sind beliebte Treffpunkte

Für Schürmann, den umtriebigen Ehrenvorsitzenden des Schützenvereins St. Marien, ist das „Wassertret- und Armbecken“, wie es im Bauantrag heißt, eine Herzensangelegenheit. Die kleine Grünanlage an der Ecke Luisenstraße/Am Strandbad, unweit des Hammbachs sei „schon jetzt ein beliebter Treffpunkt im Viertel“. Und an einem Wasserbecken, das zeigen die Erfahrungen aus Lembeck und Gahlen, machen die Menschen gerne Rast, ruhen sich aus, kühlen sich ab und sprechen miteinander.

Im Marienviertel soll es bald ein Kneippbecken geben

Die Pläne für ein Kneippbecken im Marienviertel sind genehmigt - zum zweiten Mal. © Stefan Diebäcker

„Die Pläne sind schon ein paar Jahre alt“, gibt Schürmann zu. 2012 war der Bauantrag bereits genehmigt worden, drei Jahre später aber unwirksam geworden, weil sich nichts rührte im Marienviertel. Diesmal, im zweiten Versuch, ist einiges anderes.

Zuschüsse aus dem Bürgerfonds denkbar

Mit Bürgermeister Tobias Stockhoff haben die Marienviertler einen Fürsprecher, der ehrenamtliches Engagement in „seiner“ Stadt nach Kräften unterstützt. Und mit Thorsten Kotus, Vorsitzender des Schützenvereins St. Marien, und Norbert Holz von der Hervest-Konferenz, hat Paul Schürmann Mitstreiter gefunden, die kräftig die Werbetrommel rühren und anpacken können.

Denn darum geht es in den nächsten Wochen und Monaten. „Wir haben viele Firmen, die uns unterstützen, aber natürlich muss das Projekt auch finanziert werden“, sagt Schürmann. Spenden sind willkommen, und natürlich hoffen die Becken-Bauer auch auf Zuschüsse aus dem Bürgerbudget. „Wir werden das Projekt demnächst in einigen Stadtteilkonferenzen vorstellen“, versichert er. Denn das Becken soll ja öffentlich und für jedermann nutzbar sein.

„Wir brauchen Menschen, die sich kümmern“

Geld ist das eine, aber mindestens genauso wichtig ist die Nachhaltigkeit des Projektes. „Wir brauchen Menschen, die sich später um das Kneippbecken kümmern“, sagten die Initiatioren. Freiwillige also, die es im Frühjahr säubern und im Herbst winterfest machen und zwischendurch nach dem Rechten sehen. Denn leider, auch das lehren die Erfahrungen aus Lembeck und Gahlen, kommt es auch mal zu Vandalismus-Schäden.

Schützen fördern die Gesundheitspflege

Die organisatorische Form ist noch ungewiss. Ein Kneippverein ist denkbar, vielleicht tut es aber auch eine separate Abteilung im Schützenverein St. Marien. Das klingt vielleicht abwegig, aber: „Wir sind der erste Schützenverein gewesen, der die Förderung der Gesundheitspflege in die Satzung aufgenommen hat“, bestätigt Vorsitzender Thorsten Kotus.

Wenn‘s gut läuft, könnte in einem Jahr Baustart sein. Und am 1. Mai 2020, das ist das Ziel, geht das Marienviertel erstmals ins Wasser. So wie einst im Strandbad.

Wer das Projekt unterstützen möchte, wendet sich an Paul Schürmann: Tel. (0171) 262 43 43 oder E-Mail: schorni-schuermann-dorsten@t-online.de
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