Im Video: „Kleines Gedenken“ in St. Agatha zum 75. Jahrestag der Bombardierung

22. März 1945

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit ist am Sonntag der Bombardierung Dorstens vor 75 Jahren gedacht worden. Hier gibt es die Aufzeichnung vom „kleinen Gedenken“ in der St. Agatha-Kirche.

Dorsten

, 22.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Pfarrer Dr. Stephan Rüdiger gedachte der Opfer der Bombardierung vor 75 Jahren, schlug aber auch den Bogen zur heutigen Zeit.

Pfarrer Dr. Stephan Rüdiger gedachte der Opfer der Bombardierung vor 75 Jahren, schlug aber auch den Bogen zur heutigen Zeit. Bürgermeister Tobias Stockhoff war am Sonntagmittag der einzige Besucher in St. Agatha. © Stefan Diebäcker

Es war eine beinahe gespenstische Atmosphäre am Sonntagmittag in der Kirche St. Agatha. Der neue Pfarrer Dr. Stephan Rüdiger feierte die Heilige Messe zum 75. Jahrestag der Bombardierung Dorstens, und nur Bürgermeister Tobias Stockhoff feierte mit. So war es auch am Morgen beim„kleinen Gedenken“ in der St. Matthäus-Kirche in Wulfen gewesen.

„Wir werden sensibler für Not und Bedürftigkeit“

Pfarrer Rüdiger verdeutlichte in seiner kurzen Predigt, dass „wir immer wieder

mit Blindheit geschlagen sind, wenn es um den Nächsten und seine Sorgen geht. Manche Dinge wollen wir nicht sehen, gerade das, was in uns dunkel und unangenehm ist.“

Das ändere sich zurzeit vehement durch die Coronavirus-Bedrohung. „Wir werden sensibler für die Not und Bedürftigkeit all derer, die besonders von Ansteckung betroffen sind, die Alten und Vorerkrankten. Unzählige Solidaritätsaktionen und Hilfsangebote finden statt. All das sind Zeichen der Hoffnung und der Menschlichkeit, wofür wir Gott danken dürfen.“

Nach dem Gottesdienst ertönte um 14 Uhr ein 15-minütiges Totengeläut. So lange dauerte am 22. März 1945 die Bombardierung der Dorstener Altstadt.

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