Immer noch eine Warteliste

DORSTEN Neue Räume, neue Mitarbeiterin und neue Besucherplätze. So lässt sich kurz die Situation der Tagesstätte für Menschen mit psychischer Erkrankung zusammenfassen.

von Von Rüdiger Eggert

, 24.01.2008, 17:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tagesstätte für Menschen, die an einer psychatrischen Erkrankung leiden: stehend v.l. Birgit Stachorra (Fachkrankenschw. für Psychatrie und Psychotherapie),Stefan Lankes (Dipl.-Sozialarb-Leitung), Gurdrun SeuserKrankenschwester und Gesungheitsberaterin), sitzend v.l. Birte Brabdau und Damaris Jaschinski (beide Ergotherapeuten)

Tagesstätte für Menschen, die an einer psychatrischen Erkrankung leiden: stehend v.l. Birgit Stachorra (Fachkrankenschw. für Psychatrie und Psychotherapie),Stefan Lankes (Dipl.-Sozialarb-Leitung), Gurdrun SeuserKrankenschwester und Gesungheitsberaterin), sitzend v.l. Birte Brabdau und Damaris Jaschinski (beide Ergotherapeuten)

Seit 1998 betreute der Caritasverband, Dekanat Dorsten, in den Räumen an der Gelsenkirchener Straße, 20 Besucher. Die Tagesstätte biete jetzt Platz für 25 Besucher, die an einer psychiatrischen Erkrankung leiden. Aufgrund des steigenden Bedarfs nach Besucherplätzen beantragte die Tagesstätte eine Aufstockung beim Kostenträger. Vor zwei Jahren beschloss der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, 180 neue Plätze im Bereich Tagespflege einzurichten. Als einzige Einrichtung im Kreis Recklinghausen wurden fünf Plätze der Dorstener Einrichtung zugesprochen. Die Tagesstätte ist für folgende Städte im Kreis zuständig: Dorsten, Haltern, Marl und Gladbeck.

Neu im Team ist die Ergotherapeutin Damaris Jaschinski. Zusammen mit ihrer Kollegin Birte Brandau wird sie an der Selbstständigkeit und an einem strukturierten Tagesablauf der Besucher arbeiten. Neben gemeinsamem Frühstück und gemeinsamer Zubereitung der Mahlzeiten ist es für die Besucher wichtig, einen strukturierten Tagesablauf zu schulen. In der Werkstatt entstehen viele Dinge, die das Selbstwertgefühl der Tagesbesucher stärken.

Selbstvertrauen

Die Arbeit mit Materialien, wie Holz, Papier, Filz oder Seide, soll Erfolgserlebnisse vermitteln und das Selbstvertrauen stärken. Ebenfalls werden Grundfähigkeiten wie Pünktlichkeit, Konzentration, Ausdauer vermittelt, die für eine berufliche Rehabilitation unverzichtbar sind. Stefan Lankes, der Leiter der Einrichtung, freut sich über die Aufstockung der Gruppe, "aber wir haben immer noch eine Warteliste", betont er. Die durchschnittliche Verweildauer in der Caritas-Einrichtung beträgt übrigens 24 Monate. Mit den fünf neuen Plätzen ist auch gleich das Raumproblem gelöst worden. Rund 100 qm an Räumlichkeiten sind hinzugekommen: Neben einen gemütlichen Ruhebereich bietet ein neuer Gruppenraum die Möglichkeit zu intensiven Gesprächen.

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