Die Impfung schützt am besten vor schweren Krankheitsverläufen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Meinung

Impfdurchbrüche sind kein gutes Argument gegen das Impfen

Impfdurchbrüche sind kein gutes Argument gegen das Impfen, meint unsere Autorin. Denn das Virus macht weiterhin vor allem die Ungeimpften richtig krank. Ein Appell fürs Impfen.

Corona hat uns ja so manches gelehrt, auch sprachlich. „Impfdurchbruch“ zum Beispiel ist so ein Wort, das plötzlich in aller Munde ist, während es jahrzehntelang ein Schattendasein im allgemeinen Sprachgebrauch geführt hat.

So viel vorweg: Impfdurchbrüche gibt es bei der Masern-Impfung, der Keuchhusten-Impfung, der Hepatitis-Impfung, der Windpocken-Impfung, bei Grippe oder FSME, denn Impfungen bieten einen guten Schutz vor Erkrankungen, können aber nicht zu hundert Prozent schützen. Deshalb ist es völlig normal, dass es auch bei der Corona-Impfung Impfdurchbrüche gibt.

Das heißt, auch vollständig Geimpfte können sich infizieren und die Infektion weitergeben. Und das Tückische ist, dass sie die Infektion womöglich gar nicht bemerken. Das ist gleichzeitig aber auch das Gute daran: Vollständig Geimpfte durchleben die Infektion oft symptomfrei oder zumindest in Form milder Verläufe.

Nach wie vor geht die größte Gefahr von Ungeimpften aus, und sie bleiben weiterhin der am meisten gefährdete Personenkreis.

Lassen Sie sich nicht von Schlagzeilen über Impfdurchbrüche ins Bockshorn jagen: Ja, von den 112 Infizierten in Dorsten (Stand Dienstag) waren 14 geimpft. Aber auch andersrum wird ein Schuh draus: Von den 112 waren 98 nicht geimpft.

Bitte, lassen Sie sich impfen. Aber halten Sie sich trotzdem weiterhin an die AHA-Regeln. Sonst kriegen wir die Seuche nicht in den Griff.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Geboren und geblieben im Pott, seit 1982 in verschiedenen Redaktionen des Medienhauses Lensing tätig. Interessiert an Menschen und allem, was sie anstellen, denken und sagen.
Zur Autorenseite
Petra Berkenbusch

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.