In den Grundschulen steigt der Bedarf an OGS-Plätzen

Thema im Ausschuss

Trotz sinkender Schülerzahlen geht die Stadt geht davon aus, dass in den Grundschulen der Bedarf an OGS-Plätzen nicht zurückgehen wird – im Gegenteil.

DORSTEN

von Von Michael Klein

, 26.04.2011, 14:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine kleine Dino-Welt in Schuhkartons bastelten die OGS-Kinder der Augustaschule in der ersten Ferienwoche. Trotz sinkender Schülerzahlen steigt der Bedarf an OGS-Plätzen in deb kommenden Jahren.

Eine kleine Dino-Welt in Schuhkartons bastelten die OGS-Kinder der Augustaschule in der ersten Ferienwoche. Trotz sinkender Schülerzahlen steigt der Bedarf an OGS-Plätzen in deb kommenden Jahren.

Das Problem dabei: Als Nothaushaltskommune darf die Stadt keine Finanzmittel aufwenden, um das OGS-Raumangebot zu vergrößern – und Geld vom Bund für den Ausbau kann auch nicht mehr abgerufen werden. „Deswegen muss das inhaltliche Konzept der OGS überarbeitet werden“, fordert die Verwaltung. Und meint damit, dass künftig neben den eigentlichen OGS-Räumen auch die Klassenräume multifunktional genutzt werden müssen, um eine größtmögliche Anzahl von Betreuungsplätzen zur Verfügung stellen zu können. Dazu dürfte es nach Ansicht der Stadt aus Organisationsgründen nötig werden, reine OGS-Klassen einzurichten, deren Tagesablauf auf die Ganztagsbetreuung ausgerichtet ist. Seit 2003 sind in Dorsten 13 der insgesamt 15 Grundschulen sowie die Korczakschule zu Offenen Ganztagsschulen entwickelt worden. Seitdem haben sich die Anmeldezahlen kontinuierlich erhöht.

Derzeit sind 913 OGS-Schüler gelistet, für das kommende Schuljahr werden aber bereits 967 erwartet – aber nur 948 Plätze stehen zur Verfügung. Insbesondere in der im kommenden Schuljahr ausnahmsweise dreizügig startenden Albert-Schweitzer-Schule (99 OGS-Anmeldungen erwartet bei 80 vorhandenen Plätzen) und der Antoniusschule (119 zu 95) dürfte es sich knubbeln. Hier müssen dann bereits Klassenräume für die OGS genutzt werden, auch die Küchenkapazitäten für die Mittagessen müssten deutlich erhöht werden. Den hohen Auslastungsgrad der OGS-Plätze will die Verwaltung zum Anlass nehmen, um einheitliche Auswahlkriterien zu entwickeln, nach denen Kinder bei Überfüllung des OGS-Angebots abgelehnt werden können. Allerdings: An einzelnen Schulen (wie Urbanusschule und Johannesschule) wird es auch im kommenden Schuljahr OGS-Kapazitäten geben, so dass Eltern nach Auffassung der Stadt bei Bedarf auf diese Schulen ausweichen könnten.

  • Agathaschule: Hier sind bislang 123 Kinder angemeldet, 125 Plätze gibt es.
  • Albert-Schweitzer-Schule: Durch Einbeziehung von Klassenräumen konnte das Platz-Angebot von 80 auf 115 erhöht werden; bisher 99 Anmeldungen.
  • Antoniusschule: Auch hier sollen Klassenzimmer genutzt werden, um die 119 angemeldeten Kinder aufnehmen zu können (bisherige Kapazität: 95 Plätze).
  • Augustaschule: Bei einer Kapazität von 40 Plätzen bei 43 erwarteten Kindern ausgelastet. Es gibt Gedanken über eine Vergrößerung der OGS.
  • Bonifatiusschule: Kapazität wurde erhöht, indem ein Raum im Pfarrheim genutzt wird. Alle 53 angemeldeten Kinder haben einen Platz, damit volle Auslastung.
  • Don Bosco-Schule: 47 Anmeldungen, zwei bis drei werden noch erwartet, dann 100-prozentige Auslastung.
  • Grüne Schule: Fast ausgelastet: 72 Anmeldungen, 75 Plätze vorhanden.
  • Johannesschule: Hier stehen noch 26 Plätze zur Verfügung. Bisher haben sich 49 Kinder für die 75 Plätze angemeldet.
  • Pestalozzischule: Hier wird derzeit geprüft, wie man noch mehr Kinder aufnehmen kann. Bislang 107 Anmeldungen für 100 Plätze.
  • Urbanusschule: Die Kapazität liegt bei 50 Kindern, nur 39 sind bislang angemeldet.
  • Wichernschule: 53 Kinder werden in die OGS aufgenommen bei einer Kapazität von 52 Plätzen.
  • Wilhelm-Lehmbruck-Schule: 45 Kinder erwartet, 45 Plätze.
  • Wittenbrinkschule: Zum kommenden Schuljahr 82 Aufnahmen in die OGS. 20 weitere Kinder mit OGS-Bedarf können nicht aufgenommen werden, da zum Schuljahresende nur acht OGS-Plätze frei werden.
  • Korczakschule: Hier werden 36 Plätze mit drei Gruppen (je zwölf Kinder) besetzt. 
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