In Wulfen wird Sankt Martin weiblich

Heinrich Pettenpohl verabschiedet

16 Mal saß Heinrich Pettenpohl beim Martinsumzug in Wulfen hoch zu Ross, winkte den Kindern zu und teilte den Mantel. Jetzt ist Schluss. Aber einen Nachfolger gibt es schon. Oder besser: eine Nachfolgerin.

Dorsten

von Von Guido Bludau

, 17.11.2013, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zusammen mit seinem Pferd verlieh Pettenpohl dem Martinsumzug in den letzten zwei Jahrzehnten eine ganz besondere Atmosphäre. Durch seine Offenheit und Zugewandtheit, insbesondere den Kindern gegenüber, ließ er jedes Mal aufs Neue Hunderte von Kinderaugen leuchten. Hoch zu Ross verkörperte Heinrich Pettenpohl die Figur des heiligen Martin täuschend echt.Viele Kinder mit Laternen

Auch in diesem Jahr war der traditionelle Martinsumzug, der von der Schulpflegschaft der Wittenbrinkschule organisiert wurde, wieder sehr gut besucht. Neben den Grundschülern, die stolz ihre selbstgebastelten Laternen durch die Straßen trugen, folgten am Freitagabend viele weitere Familien mit Kindergarten- und Geschwisterkindern.

Nach dem Umzug durchs Dorf wurde auf dem Festplatz des Schützenvereins die Legende vom heiligen Martin aufgeführt. Der spätere Bischof, gespielt von Heinrich Pettenpohl, der auf einem Pferd sitzend seinen Mantel teilt und einem frierenden Bettler schenkt, beeindruckte ein letztes Mal. Mit Unterstützung der Wulfener Blasmusik wurden gemeinsam am Lagerfeuer Lieder gesungen.Ein Geschenk zum Abschied

Abschließend gab es als großes Dankeschön ein Geschenk und viel Applaus von der gesamten Schule für die jahrelange Hilfe. Aber auch die kommenden Generationen brauchen nicht traurig zu sein. Ein passender "Ersatz" ist nämlich bereits gefunden. Ab dem kommenden Jahr soll es einen weiblichen Martin in Wulfen geben, hieß es am Freitagabend.

 

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