Integrationskonzept darf nicht folgenlos richtig bleiben

DORSTEN Dorstens Integrationskonzept ist für eine Mittelstadt perfekt. Es sucht seinesgleichen in vergleichbaren Kommunen. Die Integration von ausländischen Mitbürgern selbst hinkt indes hinterher.

von Von Michael Klein

, 04.03.2009, 17:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Integrationskonzept darf nicht folgenlos richtig bleiben

Sorgt für die wissenschaftliche Begleitung: Dr. Helmuth Schweitzer.

Die Stadt selbst könne nach Ansicht von Dr. Helmuth Schweitzer „Marketingaufgaben“ übernehmen, um der Integrationsaufgabe gerecht zu werden. „Erfolgreiche Zuwanderer könnten eine Katalysatorrolle spielen“, wenn sie in die Öffentlichkeit gebracht würden. Zudem solle sich die Verwaltung intern „interkulturell öffnen“, wenn es um die Neubesetzung von Stellen geht. Elternbildung Gemeinsam mit Kindergärren, Schulen, Vestischer Arbeit, Arbeitsagentur und Fortbildungsträgern müsse die gesamte „Bildungskette“ von Geburt an bis zur beruflichen Ausbildung abgedeckt werden, um Integration von Migranten zu fördern. Um die Zahl der schwer vermittelbaren Jugendlichen zu senken, sei es ratsam, die Förderung der deutschen Sprache im Elementarbereich mit „Elternbildung“ zu kombinieren.

Dr. Helmuth Schweitzer will aber nicht allein den Kindertageseinrichtungen und den bildungsfernen Eltern die Verantwortung für den späteren Schulerfolg aufbürden. „Primar- und weiterführende Schulen sind gefordert, Deutsch als Bildungssprache zu vermitteln“, so der Wissenschaftler. Denn: Umgangssprachliche Deutschkenntnisse, wie sie auch Migrantenkinder bis zum Schuleintritt erwerben, reichten oftmals nicht aus, um dem Unterricht folgen zu können.

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