Der Rhader Thomas Loick hat die Facebook-Seite "Radtouren Dorsten und Umgebung" ins Leben gerufen. Dort sind inzwischen rund 40 Radtouren versammelt. © Michael Klein
Radtouren

Internet-Seite eines Radfans zeigt schönste Touren rund um Dorsten

Thomas Loick hat in der Corona-Zeit die Liebe zum Radfahren entdeckt. Er hat eine Facebook-Seite für die schönsten Radtouren rund um Dorsten gegründet. 250 Mitglieder hat sie schon.

Es war die Corona-Zeit, die aus dem Gelegenheits-Radler Thomas Loick einen begeisterten Touren-Fan gemacht hat. Einen, der nun fast täglich die Landschaften in und um Dorsten herum erkundet. Einen, der davon so begeistert ist, dass er jetzt auch andere Radfahrer an seinen Ausflügen teilhaben lässt. Und dabei im Gegenzug von den Tipps profitiert, die andere Dorstener auf Lager haben.

Denn der 49-jährige Rhader hat kürzlich eine Facebook-Seite namens „Radtouren Dorsten und Umgebung“ ins Leben gerufen. „Inzwischen gibt es fast 250 Mitglieder“, erzählt der Elektrotechniker, der im Chemiepark Marl beschäftigt ist. Mehr als 40 Touren sind inzwischen zusammengekommen. Aber noch keine gemeinsamen Gruppen-Fahrten. „Kann bei Interesse ebenso kommen wie ein regelmäßiger Stammtisch“, sagt der Gruppen-Gründer.

Auch Rastplätze (wie hier der Biergarten
Auch Rastplätze (wie hier der Biergarten „Anne Bänke“ am Wesel-Datteln-Kanal in Dorsten) und Sehenswürdigkeiten werden auf der Facebook-Seite vorgestellt. © Privat © Privat

Fast alle Touren fangen irgendwo in der Lippestadt an. „Aber auch Startpunkte bis 50 Kilometer Entfernung von der Stadtgrenze Dorstens sind erlaubt“, sagt Thomas Loick. Wer seine Touren auf der Seite einstellt, sollte diese möglichst mit Navigationsdaten im „GPX“-Format oder Karten-Screenshot mit den interessierten Gruppen-Teilnehmern teilen.

An liebsten mit Komoot-App

„Am liebsten aber mit Komoot-Link“, so der Rhader: „Mit dieser Routenplaner-App habe ich die besten Erfahrungen gemacht.“ Sein Profil dort unter dem Namen „Rhade“: www.komoot.de/user/489395252403. „Zum Herunterladen und Nachfahren“, sagt er.

Noch sind viele der Radtouren in der Facebook-Gruppe Rundfahrten, die er als „Admin“ von seinem Heimatdorf Rhade aus selbst gefahren ist. Welche sind die schönsten? Da muss der 49-jährige nicht lange überlegen: Übers Kranenmeer zur Biologischen Station Lembeck, über den Feuerwachturm, die Midlicher Mühle und Schloss Lembeck wieder zurück. „34 Kilometer lang, ein Klassiker für mich.“

Auch diese Tour von Rhade über Dorsten und Schermbeck hat Thomas Loick beim Routenplaner „Komoot“ eingestellt und kann von allem interessierten Radfahren heruntergeladen und nachgefahren werden. © Privat © Privat

Gerne fährt er aber auch die Tour über die Düwelsteene, Golfplatz Reken und den Frankenhof, oder die Runde zum Pröbsting-See in Borken und wieder zurück. „Alles mit einem normalen Rad machbar“, sagt der 49-Jährige, der selbst zumeist mit einem E-Bike unterwegs ist.

E-Bike „Marke Eigenbau“

„Marke Eigenbau“, sagt er stolz. „Für einen Elektrotechniker ist das nicht allzu schwer.“ Auf sein altes Trekking-Bike, das rund 20 Jahre auf dem Buckel hat, hat er einen 250-Watt-Motor gesetzt. Kosten: 500 bis 600 Euro, Kapazität: 650 Wattstunden. „Damit kommt man ziemlich weit!“

Wenn Thomas Loick unterwegs ist, geht es auch mal mit dem Mountain-Bike auf Trails in den Wald.
Wenn Thomas Loick unterwegs ist, geht es auch mal mit dem Mountain-Bike auf Trails in den Wald. © Privat © Privat

Auch sein Mountain-Bike hat der Rhader inzwischen derart umgerüstet. So kommt es, dass er auch einige nette Gelände-Trails auf der Facebook-Seite präsentiert, in der Hohen Mark, in der Rüster Mark, aber auch im Bereich Deuten, „da gibt es wunderbare Strecken, die ich per Zufall entdeckt habe“.

Thomas Loick ist begeistert davon, wie facettenreich die Touren mit ihren vielen Infos beispielsweise zu Sehenswürdigkeiten sind, die die Gruppenmitglieder auf seiner Facebook-Seite teilen. Da gibt es Touren, die in Richtung Ruhrgebiet mit ihrer Industriekultur gehen, andere Richtung Haltern zu den dortigen Seen oder zum Niederrhein bis hoch nach Xanten oder Emmerich.

Flächenstadt hat auch Nachteile

Aber eine Flächenstadt hat auch ihre Nachteile: Wer aus der Dorstener Altstadt eine Rundfahrt ab Rhade oder Lembeck (oder umgekehrt) plant, muss per Rad schon mal bis zu 30 Kilometer An- und Abreise draufpacken – oder mit Auto oder Zug anreisen.

Tacho und Routenplaner mit der Komoot-App sind immer dabei. © Thomas Loick © Thomas Loick

Thomas Loick will demnächst die zum Radweg umgestaltete Bahntrasse zwischen Dorsten und Wesel in Angriff nehmen. „Sah sehr spannend aus, was ich da von einigen Gruppenmitgliedern gesehen habe.“ Seine Gesamtkilometerleistung seit Corona-Beginn wird sich dadurch noch weiter erhöhen.

„Eigentlich wollte ich mich damals nur mit ein bisschen Bewegung fit halten“, sagt Thomas Loick. Aber seit dem ersten Lockdown hat er schätzungsweise 3500 bis 4000 Kilometer abgestrampelt.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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