Johannes Buchmann freut sich auf seine Buchvorstellung

Welcome, Johnny!

Er hat's versprochen. Er kommt. Am kommenden Montag (14.3.) wird Johannes Buchmann, der 89-jährige Amerikaner mit Dorstener Wurzeln, im Alten Rathaus sein gerade erschienenes Buch über seine Kriegserlebnisse vorstellen: "Der Rest wurde am Boden zerstört".

DORSTEN

von Von Anke Klapsing-Reich

, 07.03.2011, 18:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Johannes Buchmann vor seinem Haus in Sharon/USA. In wenigen Tagen kommt er in seine Geburtsstadt Dorsten.

Johannes Buchmann vor seinem Haus in Sharon/USA. In wenigen Tagen kommt er in seine Geburtsstadt Dorsten.

Sehr anschaulich schildert er in seinem Buch auch die Erlebnisse als Bordfunker (Foto) einer Stuka-Besatzung. Mit viel Glück überlebte er die Einsätze in Malta und dem Mittelmeer. Genauso wie die abenteuerliche Flucht aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft, die ihn 1945 ins zerstörte Dorsten führte. Dabei kommt Johannes Buchmann der Umstand, der erst bei den Buch-Recherchen zu Tage trat, wie Ironie des Schicksals vor: Das massive Bombardement auf Dorsten war im Januar 1945 exakt an dem Ort beschlossen worden, den er selbst in Schutt und Asche gelegt hatte. Auf Malta.

„Selbst vorlesen werde ich nicht“, kündigte der seheingeschränkte Senior an. Diesen Part wird Jürgen Kalwa übernehmen. Der in New York lebende freie Journalist steckt bestens drin im Stoff, schließlich war er es, der die Erinnerungen Johnny Buchmanns gesammelt, geordnet, nachrecherchiert und buchgerecht aufgeschrieben hat. 1950 ging Johannes Buchmann nach New York. Heute lebt er auf einer Farm in Sharon, Connecticut, auf der er schon so manchen Dorstener Gast begrüßen durfte: So auch das Fanfarencorps der Hervest-Dorstener Schützen, die ihre Teilnahme an der Steuben-Parade in New York im Jahre 1967 für einen kleinen Abstecher zu Johnnys Farm genutzt hatten. Noch heute denken die Musiker gerne an den Besuch zurück und rühmen sich, an diesem Tag Johnnys „geistige“ Vorräte restlos verschluckt zu haben.

Lesen Sie jetzt