Jüdisches Museum Westfalen

Jüdische Kulturtage starten unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen

Mit einem Konzert des „Trios Cannelle“ beginnen am Sonntag die Jüdischen Kulturtage in Dorsten. Das 14-tägige Programm findet offenbar unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt.
In Dorsten beginnen am 15. August unter besonderen Vorzeichen die jüdischen Kulturtage. © Robert Wojtasik (A)

Nachdem Mitte Mai rund 180 Menschen vor der Gelsenkirchener Synagoge demonstriert und in Sprechchören judenfeindliche Parolen skandiert haben, legen die Sicherheitsbehörden wieder ein besonderes Augenmerk auf jüdische Einrichtungen. Auch das Jüdische Museum Westfalen steht seit drei Monaten unter Polizeischutz.

Ständig im Austausch mit der Polizei

Die Jüdischen Kulturtage starten deshalb am Sonntag (15. August) in Dorsten unter besonderen Vorzeichen. Dr. Kathrin Pieren, Leiterin des Jüdischen Museums, bestätigte auf Anfrage: „Wir sind ohnehin ständig im Austausch mit der Polizei, die für die Zeit des Festivals auch angemessene polizeiliche Maßnahmen getroffen hat.“ Welche das sind, wird natürlich nicht verraten.

Eine Expertenjury hat bis zum 29. August ein vielfältiges Programm zusammengestellt, das Chansons aus den 1920er-Jahren ebenso umfasst wie Volkslieder aus verschiedenen Kulturen, jiddischen Tanz und Theater. Die Museumsleiterin ist sich nach eigenen Angaben bewusst, dass bei so einer Veranstaltungsreihe mit viel zu erwartendem Publikumsverkehr besondere Vorsicht angezeigt ist. „Deshalb ist die Polizei auch seit längerer Zeit über das Festival in Kenntnis.“

Die Kulturtage werden vom Lions Club Dorsten-Hanse und von der LWL-Kulturstiftung gefördert. Da aufgrund von Corona die Plätze begrenzt sind, empfiehlt sich eine verbindliche Anmeldung entweder unter rezeption@jmw-dorsten.de oder Tel. (02362) 45279.

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