Das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten ist ab Samstag (22.5.) wieder für Besucher geöffnet. © Archiv
Coronavirus

Jüdisches Museum ab Samstag wieder geöffnet

Das Jüdische Museum öffnet am Pfingstwochenende wieder für Besucher. Zu sehen gibt es unter anderem eine Sonderausstellung, die eigentlich schon im vergangenen Jahr gezeigt werden sollte.

Nachdem die Bundesnotbremse im Kreis Recklinghausen am Freitag (20.5.) außer Kraft getreten ist, dürfen auch Museen wieder öffnen. Das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten ist ab Samstag (22.5.) für Besucher geöffnet.

Folgende Regeln gelten dann: Besucher müssen vorab unter Tel. (02362) 45279 einen Termin vereinbaren. Im Museum muss eine OP-Maske oder eine FFP2-Maske getragen werden. Die Besucherzahl ist auf eine Person pro 20 Quadratmeter begrenzt. Einen negativen Schnelltest müssen Besucher nicht vorlegen.

Das Museum ist außerdem verpflichtet, Kontaktdaten von Besuchern aufzunehmen, um bei Infektionsfällen die Nachverfolgung sicherzustellen. Nach vier Wochen werden die Daten gelöscht.

„Menschen sind hungrig nach Kultur und Kunst“

„Die Menschen wollen nicht nur im Restaurant essen oder in die Ferien fahren, sie sind auch hungrig nach Kultur und Kunst“, sagt Museumsleiterin Dr. Kathrin Pieren. Während der jüngsten Schließung seien die digitalen Angebote des Museums gerne genutzt worden. In den letzten Tagen hätten sich aber auch Anfragen gehäuft, wann denn wieder geöffnet sei. „Wir freuen uns daher, dass wir unseren Besucherinnen und Besuchern nun wieder persönlich begegnen dürfen und ihnen ein rundum gutes, analoges Museumserlebnis bieten können.“

Die aktuelle Sonderausstellung „Lotte Errell – Reporterin in den 1930er-Jahren“ ist noch bis zum 6. Juni zu sehen. Sie zeigt Originalaufnahmen, Dokumente und Publikationen der in Münster geborenen Fotografin und Journalistin Lotte Rosenberg (1903-1991), die zu den Pionierinnen der Reisefotografie gehörte.

Noch bis 6. Juni ist die Sonderausstellung „Lotte Errell – Reporterin in den 1930er-Jahren“ im Jüdischen Museum zu sehen. Das Bild zeigt die Fotojournalistin im Irak. © Museum Folkwang Essen © Museum Folkwang Essen

Die Ausstellung sollte eigentlich schon im Vorjahr gezeigt werden, musste wegen der Pandemie aber verschoben werden. Einige Gäste konnten die Ausstellung besuchen, als das Museum im März kurzzeitig geöffnet war. Um möglichst vielen den Besuch dieser Ausstellung zu ermöglichen, ist das Jüdische Museum ausnahmsweise auch an Pfingstmontag geöffnet.

Kurzfilm und digitaler Museumsguide

Am Samstag (29.5.) um 19.30 Uhr zeigt das Museum online den Kurzspielfilm „Masel Tov Cocktail“ von Arkadij Khaet. Der Film zeigt am Beispiel eines Tages im Leben des 16-jährigen jüdischen Gymnasiasten Dima, wie die deutsche Gesellschaft Juden heute begegnet. Im Anschluss erklären Regisseur Khaet und Co-Drehbuchautorin Merle Kirchhoff, warum sie den Film gemacht haben und beantworten Publikumsfragen. Teilnahmegebühr: 5 Euro; Anmeldung per Mail an esther.bruenenberg@ekvw.de oder unter Tel. (0175) 2180681.

Ein multimediales Museumserlebnis bietet außerdem der neue digitale Museumsguide. Elf Kurzvideos führen in die wichtigsten Themen und Bereiche der Dauerausstellung ein. Tiefergehende Infos zu einzelnen Exponaten und Originalzitate bieten 39 Audioclips. Das handliche Gerät ist als Ausstellungsbegleiter gedacht. Führungen in gewohnter Form sind derzeit noch nicht möglich.

Stadtbibliothek und BiBi am See öffnen wieder

Auch die Stadtbibliothek Dorsten und die BiBi am See öffnen wieder, nachdem die „Corona-Bundesnotbremse“ außer Kraft tritt.

Ab Freitag (21.5.) können die Bibliotheken für die Buch- und Medienausleihe wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten besucht werden. Beim Besuch sind natürlich die allgemeinen Hygieneregeln zu beachten und Kontaktdaten einzutragen. Eine Terminvereinbarung ist nicht nötig. Es muss nur jeder im Eingang ein Körbchen mitnehmen, wodurch der Besucherandrang reguliert wird.

Aufenthalte zum Lernen und zum Vor-Ort-Lesen sind derzeit leider noch nicht möglich. Die Mitarbeiterinnen haben in der Zwischenzeit viele neue Bücher ausleihfertig gemacht, die nun auf Leser und Leserinnen warten.

Über den Autor
Redakteur
Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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Robert Wojtasik

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