Jüdisches Museum in Dorsten erhält einen Zuschuss von 200.000 Euro

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Das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten erhält einen städtischen Zuschuss von 200.000 Euro für die nächsten fünf Jahre.
Das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten erhält einen städtischen Zuschuss von 200.000 Euro für die nächsten fünf Jahre. © Robert Wojtasik (A)
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Der Stadtrat hat dem Jüdischen Museum Westfalen in der letzten Sitzung des Jahres einen stattlichen Zuschuss gewählt. Der Verein für jüdische Geschichte und Religion erhält bis 2026 insgesamt 200.000 Euro. Den Antrag hatten CDU, SPD und FDP gestellt, aus den anderen Fraktionen widersprach niemand.

„Nicht mehr als 40.000 Euro ausgeben“

Zwei formale Hinweise machten die drei Antragsteller allerdings. Kämmerer Karsten Meyer soll die freiwillige Ausgabe möglichst „durch verbesserte Jahresabschlüsse“ wieder ausgleichen. Und: Der Verein darf in den ersten Jahren jährlich nicht mehr als 40.000 Euro ausgeben, „um verringerte Zuweisungen der Stiftung Jüdisches Westfalen auszugleichen“.

Zum zweiten Mal nach 2016 unterstützt die Politik die „unverzichtbare Arbeit“ des Jüdischen Museums über einen längeren Zeitraum. Gerade in Zeiten zunehmender Radikalisierung sei es wichtig, das Engagement des ehrenamtlichen Vereins und der hauptamtlichen Mitarbeiter zu würdigen, hieß es. „Dadurch konnte der Bestand in den letzten Jahren gesichert werden.“

Neben dem Landtag von NRW, dem Kreis Recklinghausen und der Stadt Dorsten spielt seit diesem Jahr auch der Landschaftsverband Westfalen-Lippe eine wichtige Rolle bei der dauerhaften Förderung der Einrichtung an der Julius-Ambrunn-Straße.