Kein Stiefel bleibt trocken

Wulfen An sieben Stationen hatten die Dorstener Löschzüge am Samstag die Gelegenheit, nicht nur im Kampf gegen das Feuer, sondern auch im Wettbewerb mit den Kameraden ihr Können zu beweisen. Der Kübelspritzen-Cup war in diesem Jahr Teil der 100-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr Wulfen, den Wanderpokal holte der Löschzug Rhade.

09.09.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Team der Jugendfeuerwehr Nord umringt einen Stehtisch mit einer Kreiskarte. "64,2 und 32,7 - wo ist das denn?" Hier wird schon etwas mehr gefordert als "Wasser, marsch!", beim alljährlichen Spaßwettkampf der Löschzüge geht es um Geschicklichkeit, Kartenkunde und Teamwork. Wer die Koordinaten auf dem Aufgabenzettel nicht richtig zuordnen kann, landet am falschen Ort - und das kann bei drei Außenstationen schon mal zum echten Problem werden.

Alle fünf Teilnehmergruppen - die Löschzüge Hervest-Dorf, Rhade, Altstadt, Holsterhausen und die Jugendfeuerwehr Nord - waren seit 16 Uhr am Samstagnachmittag in Aktion. Wer nicht beim Schlauchbootpaddeln auf dem Barkenberger See nass wurde, der hatte beim Kübelspritzen-Parcours genug Gelegenheit, das nachzuholen. Wo es gilt, im Laufschritt mit Wassereimern Kübelspritzen nachzufüllen, zwei Tennisbälle durch einen Bretterparcours zu lenken und dabei in acht Minuten möglichst viele Durchgänge zu schaffen, bleibt kein Stiefel trocken.

Teamarbeit

"Teamarbeit ist gefordert - das ist kein Spiel, das man alleine schaffen kann", erklärt Christian Hilker vom Löschzug Wulfen. Er muss es wissen: Als Vorjahressieger fiel den Wulfenern die Aufgabe zu, die Spiele zu organisieren. Um die Spannung aufrecht zu erhalten und jegliches Training zu verhindern, wurden die Disziplinen erst am Samstag vorgestellt. Dabei ist schon erstaunlich, was man außer der Brandbekämpfung mit einem C-Schlauch noch so anstellen kann: Kegeln am Waldfriedhof zum Beispiel - die Kreativität kannte keine Grenzen. Bei der abschließenden Siegerehrung gab's wohlverdientes kühles Nass, diesmal allerdings im Fässchen: Nach den Rhadern landeten der Löschzug Holsterhausen auf dem zweiten und die Altstädter auf dem dritten Platz. Die Jugendfeuerwehr Nord wurde noch von der Wertung ausgenommen: Die Erlaubnis zum Biertrinken gibt's erst mit der Erlaubnis zum echten Einsatz - ab 18... kab

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