Keine Asbest-Kontamination nachgewiesen

Nach Olymp-Brand

Ist durch den Brand des Olymp Sportparks Asbest freigesetzt worden? Diese Frage trieb einige Dorstener um. Das Untersuchungslabor HPC, ein Ingenieurbüro aus Dortmund, hat jetzt Entwarnung gegeben.

DORSTEN

, 11.08.2017, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Olymp Sportpark kurz vor Mitternacht. Das Feuer vernichtet den kompletten Fitnessclub auf Maria Lindenhof in Dorsten.

Der Olymp Sportpark kurz vor Mitternacht. Das Feuer vernichtet den kompletten Fitnessclub auf Maria Lindenhof in Dorsten.

Das Ergebnis: Es konnte keine Asbestkontamination auf der am Montag eingereichten gewaschenen Einsatzjacke und auf den zwei ungewaschenen Funktionswesten der Feuerwehr nachgewiesen werden. Das geht aus einer Stellungnahme der Stadt Dorsten von Freitag hervor.

Kein Hinweis

Auch bei den beprobten zwei Bruchstücken der Asbestzementplatte konnte kein Amphibolasbest (Blausasbest) nachgewiesen werden, heißt es darin weiter. Blauasbest gilt laut pathologischem Institut der Ruhr-Universität Bochum als extrem gesundheitsgefährdend, weil sie schwere Lungenkrankheiten auslösen können. Die am 3. August auf einer Funktionsweste nachgewiesenen Spuren von Amphibol-Asbest seien aber nicht der Olymp-Einsatzstelle zuzuordnen, schreibt die städtische Pressesprecherin Lisa Bauckhorn in der Stellungnahme.

Weißasbest freigesetzt

„Aufgrund der thermischen Belastung und der mechanischen Zerstörungen der Asbestzementplatten im Olymp Park wurden – so das Institut – zwar Chrysotil-Asbestfasern freigesetzt, die in die Atmosphäre gelangten“, so Bauckhorn. Chrysotil-Asbest, auch als weißer Asbest bekannt, ist ein häufig vorkommendes Mineral und gilt laut Gesundheitsamt „als weit weniger toxisch als der längerfaserige Blauasbest“.

Die Überprüfung der Bauakten habe bestätigt, dass das Hallendach, das früher eine asbesthaltige Abdeckung hatte, bereits vor Jahren erneuert und asbestfrei ausgebaut wurde, um eine Photovoltaikanlage tragen zu können. Wie die Stadt auch mitteilt, habe sich die Qualität des Brandes am Olymp nicht von anderen in Dorsten aufgetretenen Großbränden unterschieden: „Deshalb werden keine zusätzlichen medizinischen Untersuchungen angeordnet“, sagte Bauckhorn auf Anfrage. 

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