Unter Corona-Bedingungen fand die Sitzung der "Bürger-Runde Feldmark" in der großen Halle des Gartenbaubetriebs Dreckmann statt. © Privat
Stadtteilkonferenz

Klimaschutz: Feldmärker wollen „vermisste Bäume“ nachpflanzen

Die Feldmark hatte ihre Gelder für 2020 aus dem Bürgerbudget längst verteilt. Weil andere Stadtteile in Dorsten aber ihre Mittel nicht ausschöpften, dürfen sich zwei Projekte noch freuen.

Es ist schon einige Zeit her, dass die Dorstenerin Brigitte Stüwe damit begonnen hatte, auf den Stadtteilkonferenzen für ihr Projekt „Vermisste Bäume“ zu werben. Die Bürger sollten Straßenbäume auf öffentlichen Flächen benennen, die in den vergangenen Jahrzehnten in Dorsten abgeholzt worden sind. Ihr Ziel: möglichst viele Bäume aus Klimaschutzgründen an diesen freien Stellen nachzupflanzen.

Zunächst zehn Bäume

Im Stadtteil Feldmark ist diese Anregung jetzt auf fruchtbaren Boden gestoßen. Die „Bürger-Runde Feldmark“ beschloss auf ihrer Sitzung am Mittwoch, ein solches „Aufforstungsprojekt“ in kleinerem Stil für das nächste Jahr anzugehen. Dann sollen mit Mitteln aus dem Bürgerbudget der Stadt zunächst zehn Bäume angeschafft werden, die an unterschiedlichen Standorten eingepflanzt werden.

Jo Melzer aus dem Orga-Team hatte zwar 20 Stellen mit verschwundenen Bäumen ausfindig gemacht. Bürgermeister Tobias Stockhoff wies aber daraufhin, dass sich an einigen dieser Standorte womöglich im Erdreich Kabelleitungen befinden.

Das im Detail zu prüfen, sei für die zuständigen Mitarbeiter im Rathaus mit Aufwand verbunden und habe deswegen nicht die erste Priorität, zumal sie mit den aktuellen Glasfaser- und Stadtumbau-Projekten derzeit genug zu tun hätten. Deswegen sollten zunächst die Standorte angegangen werden, an denen höchstwahrscheinlich keine Kabel entlang laufen.

Corona-bedingt fand die Sitzung in einer Halle des Gartenbaubetriebs Dreckmann statt, mit personeller Obergrenze, Maskenpflicht und ungeheizt. Aus diesem Grunde kamen nur rund 25 Teilnehmer zusammen. Wenig für Feldmärker Ansprüche – normalerweise ist die Besucherzahl der Sitzungen dreistellig.

Doch noch Geld übrig

Angesichts der aktuellen Corona-Entwicklung war die Tagesordnung auf das Thema „Anträge aus dem Bürgerbudget“ eingedampft worden. Weil andere Stadtteile in Dorsten ihr Budget für das Jahr 2020 nicht ausgeschöpft hatten, war kurzfristig Geld für zwei Feldmärker Projektideen frei geworden, die eigentlich zur Abstimmung ins nächste Jahr verschoben worden waren.

Nun darf sich die „Ideenfabrik Stadtsfeld“ über einen Zuschuss in Höhe von rund 1350 Euro freuen für eine weitere Sitzgruppe der Boule-Anlage am Rossini-Platz. Angeschafft werden soll ein Tisch mit integriertem Schachbrett.

Integriertes Spielebrett

Auch der zweite Antrag bezog sich auf ein Tisch-Bank-System mit integrierten Spielplatten, diesmal für Dame, Mensch-ärgere-dich-nicht und Schach. 2250 Euro gab es als Zuschuss an die Initiative, die das Mobiliar an ihrem geplanten Bouleplatz an der Habichtstraße aufstellen wird. „Dort ist im Sommer eine Stadtteilkonferenz unter freiem Himmel geplant“, so Elisabeth Dreckmann vom Orga-Team.

  • Werner Machatschke, Vertreter der Feldmark im Seniorenbeirat der Stadt, wies darauf hin, dass Anfang nächsten Jahres dieses Seniorengremium neu gewählt wird und in allen Dorstener Stadtteilen dafür Kandidaten gesucht werden.
  • Die nächste Sitzung der Bürger-Runde Feldmark findet am 27. Januar (Mittwoch) statt. Der Ort ist wegen der unklaren Corona-Entwicklung noch unklar.
  • Die Bürger-Runde Feldmark hat eine neue Homepage, die unter der Internet-Adresse www.br-feldmark.de zu erreichen. Die frühere Seite wurde abgeschaltet, weil sie zwei Mal von Unbekannten gehackt worden war.
Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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