Kostenbremsen für die Krise

DORSTEN Seit 1983 geht es beim Weltverbrauchertag am 15. März stets um eine aktuelle Thematik. 2009 war es das alles beherrschende Thema: „Wie meistern Verbraucher die Krise?“ Klaus-D. Krause sprach darüber mit Ruth Pettenpohl von der örtlichen Verbraucherzentrale.

26.03.2009, 14:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kostenbremsen für die Krise

Kompetenten Rat für Mieter und Hauskäufer bietet Ruth Pettenpohl.

Falls es per Telefon nicht klappt, am besten per Email oder Fax. Wer Wartezeiten meiden will, kommt persönlich am besten kurz vor der Mittagspause. Auch Spezialberatungen sind derzeit ausgebucht, fürs Mietrecht oder Energiekosten sollte man sich daher frühzeitig einen Termin geben lassen, dann geht es relativ flott.

Klar, gerade auch wegen der günstigen Preise sollte jeder, der es sich leisten kann, jetzt nicht auf sinnvolle Anschaffungen verzichten. Aber die Betonung liegt ausdrücklich auf sinnvoll! Wichtiger als die dritte Kapital-Lebensversicherung ist zum Beispiel eine private Haftpflicht-Versicherung.

Wer ein Haushaltsbuch führt, kann zwar sein Einkommen nicht vergrößern. Aber wer im Heft Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellt, bekommt schnell einen Überblick wo das Geld bleibt. Wer dann die einzelnen Ausgaben unter die Lupe nimmt, erhält Hinweise, wo der Sparhebel angesetzt werden kann.

Da gibt es Handy- oder Flatrate-Verträge, die durch Zusatzleistungen manchmal vierstellige Kosten im Monat verursachen. Da gibt es Versicherungen, die falsch oder viel zu teuer abgeschlossen wurden oder gar Policen in den Schubladen, die völlig überflüssig sind. Und da gibt es ein Riesenspar-Potenzial im Energiebereich.

Mit unseren Strommessgeräten lassen sich teure Stromfresser wie Gefriertruhen, Trockner und Kühlschränke ermitteln. Gerade bei älteren Geräten rentiert sich ein Austausch schnell. Fast 90 Prozent des Energieverbrauchs gehen fürs Heizen und Warmwasser drauf. Mit dem richtigen Verbrauchsverhalten sind jährlich bis 350 Euro an Energieeinsparung drin! Wird die Zimmertemperatur während der Heizperiode nur um ein Grad gesenkt, spart das 6 % Energie - zwischen 65 und 130 Euro im Jahr. Der Druck auf die Austaste von Fernsehern, Computern und Hifi-Anlagen mit Standby-Betrieb bringt rund 40 Euro. Und wer zu einem günstigeren Strom- oder Gasversorger wechselt, spart im Schnitt zwischen 60 und 115 Euro im Jahr.

Ja! Etwa, wenn man sich für einen vermeintlich fünf Euro günstigeren Tarif beschwatzen lässt, den Telefon-Anbieter zu wechseln. Das kann heillosen Ärger bedeuten. Denn anders als beim Wechsel des Stromanbieters gibt es bei Telefon oder Computer keine Versorgungs-Garantie. Da sind Leute oft monatelang ohne Anschluss, nur weil sie ein paar Euro sparen wollten.

Ich habe festgestellt, dass Leute, die sich sonst nie für ihren Kontostand interessierten, jetzt damit beginnen, ihre Abbuchungen zu kontrollieren. Und dabei auf ihren Kontoauszügen die erstaunlichsten Entdeckungen machen...

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