Ladendieb muss für zehn Monate hinter Gitter

Prozess

DORSTEN Der Angeklagte verließ das Amtsgericht am Donnerstag wie er gekommen war – in Handschellen. Für zehn Monate muss der 22-Jährige hinter Gitter, wegen vierfachen Diebstahls und einer Körperverletzung.

von Von Hakan Keser

, 15.10.2009, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Aufgrund seiner Einlassung bei den Diebstahlsdelikten waren im Verfahren keine weiteren Zeugenaussagen mehr nötig. Anders bei der Anklage wegen Körperverletzung, bei dem der Angeklagte einem 28-jährigen Familienvater einen Faustschlag ins Gesicht versetzte. Täter und Opfer waren sich vor der Tat bereits über mehrere Wochen in der Dorstener Innenstadt begegnet und hatten sich gegenseitig beleidigt. Am Valentinstag dieses Jahres eskalierte die Situation. Der Angeklagte hatte an diesem Tag von der Krebserkrankung seiner Mutter erfahren und rastete aus, als das Opfer bei einer Begegnung vor der Plus Filiale in der Fußgängerzone seine Mutter beleidigte.

Zu zehn Monaten Haft wurde der Angeklagte verurteilt, der im Gefängnis bereits einen Entzug gemacht hat und sich um einen Therapieplatz kümmert. „Nehmen Sie ihre Chance wahr, denn wenn wir uns wiedersehen, haben sie eine Chance verbeutelt und dann wird es teuer“, waren die abschließenden Worte von Richterin Regine Heinz bei der Urteilsverkündung. 

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