Dorstener Erzieherinnen und Erzieher haben viel geleistet in den vergangenen Monaten und hätten mehr Unterstützung verdient. © picture alliance/dpa
Meinung

Land kappt Unterstützung für Kitas: Das ist ein Unding!

Alltagshelfer haben in fast allen Dorstener Kitas in den vergangenen Monaten das dortige Personal unterstützt. Jetzt fallen sie weg - das ist eine Frechheit. Ein Kommentar.

Sie haben versucht, während der Kita-Schließungen im Lockdown Kontakt zu den Kindern zu halten und ihnen die Zeit mit Projekten, Videos und Bastelanleitungen versüßt. Als die Kitas wieder offen waren, haben sie den Kindern in den Einrichtungen ein Stück Normalität ermöglicht und das, obwohl sie Gefahr liefen, in Quarantäne zu müssen oder sich schlimmstenfalls selbst anzustecken.

Sie haben täglich Spielzeuge desinfiziert, Hände waschen geübt und Eltern immer wieder geduldig erklärt, warum sie die Kita nicht betreten dürfen. Kurzum – die Erzieher und Erzieherinnen haben seit Beginn der Pandemie viel geleistet. Von der Politik wurden sie und die Einrichtungen oft nur stiefmütterlich behandelt.

Förderung läuft aus, obwohl Corona nicht vorbei ist

Die vom Land finanzierten Alltagshelfer waren zumindest eine kleine Unterstützung im stressigen Corona-Alltag in den Kitas. Sie konnten den Mehraufwand durch Reinigung und Desinfektion ein bisschen abfangen. Jetzt läuft die Förderung aus – doch Corona ist nicht vorbei.

Gewisse Hygieneauflagen werden erst einmal bleiben und mit Blick auf die Virusvarianten und steigenden Inzidenzen ist zu befürchten, dass sie wieder ausgeweitet werden müssen. Und die Erzieherinnen und Erzieher? Sie werden vom Land erneut allein gelassen und müssen sehen, wie sie sich organisieren. Ein Unding, finde ich!

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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Manuela Hollstegge

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