Blutender Mann in Boxershorts: Neue Details zum Drama auf der A 31

mlzPolizei-Einsatz

Ein fast nackter und blutender Mann hat am Sonntagabend die A 31 bei Dorsten überquert. Die Suche nach ihm dauerte fast drei Stunden. Am Tag danach gibt es neue Details.

Lembeck, Rhade

, 16.11.2020, 14:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Fast drei Stunden dauerte am Sonntagabend ein Polizeieinsatz an der Autobahn 31 im Bereich Lembeck/Rhade. Es grenzt an ein Wunder, dass ein nahezu unbekleideter Mann unbeschadet die Autobahn überqueren und schließlich aufgegriffen werden konnte.

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Polizeisprecherin Ramona Hörst bestätigte am Montag, dass es wohl nur der guten Reaktion mehrerer Autofahrer und einer Menge Glück zu verdanken ist, dass ein junger Mann (21) aus Bochum die lebensgefährliche Aktion überlebte und es keine Folgeunfälle auf der Autobahn gab. „Mehrere Verkehrsteilnehmer haben geistesgegenwärtig reagiert und eine Vollbremsung gemacht, als sie den Mann erblickten“, sagte sie.

Autofahrer alarmierten die Polizei

Autofahrer hatten gegen 19.30 Uhr den Notruf gewählt, da der nur mit einer Boxershort bekleidete Mann bei strömendem Regen versucht hatte, mehrere Autofahrer im Bereich der Auffahrt zur Autobahn anzusprechen. Helfen lassen wollte er sich aber nicht und rannte plötzlich in Richtung Autobahn, kletterte über einen Wildschutzzaun und kam so auf die viel befahrene A 31.

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Auf der anderen Seite verschwand der Mann Augenblicke später im Dickicht und war nicht mehr zu sehen. Daraufhin kamen die Feuerwehr mit Wärmebildkamera, zahlreiche Streifenwagen und auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Landwirte halfen im Regen mit ihren Traktoren bei der Suche.

Die Feuerwehr suchte mit Wärmebildkameras nach dem Mann.

Die Feuerwehr suchte mit Wärmebildkameras nach dem Mann. © Guido Bludau

Für rund 30 Minuten wurde die Autobahn am Sonntagabend voll gesperrt und der Verkehr teilweise abgeleitet. Um 22.10 Uhr konnte der fast nackte Mann schließlich blutüberströmt aufgegriffen werden. Die Verletzungen hatte er sich offenbar bei seiner Flucht durchs Unterholz und am Wildzaun zugezogen. „Er wurde vor Ort von einem Notarzt untersucht und per Rettungswagen in eine psychiatrische Klinik gebracht“, bestätigte Ramona Hörst.

Die weiteren Hintergründe, beispielsweise, wie der junge Mann nach Dorsten gekommen ist, sind unklar. „Wir wissen auch nicht, ob wir uns dazu überhaupt noch mal äußern“, betonte die Polizeisprecherin.

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