Lehmann und der Zetteltrick

Das legendäre Viertelfinale 2006

Berlin, 30. Juni 2006. 71.000 Fußball-Fans verfolgen im Olympiastadion das WM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Argentinien. Mittendrin: mein Vater und ich. Block 5.2, Reihe 8, Sitz 7 und 8. Ein unvergessenes Geschenk.

11.06.2014, 15:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die wurde dann tatsächlich beinahe unerträglich, als das Elfmeterschießen anstand. Ein Elfmeterschießen, an das Fußball-Deutschland noch heute gerne zurückdenkt. Nicht weil Neuville, Ballack, Podolski und Borowski für die Elf von Jürgen Klinsmann trafen. „Was liest der Lehmann da?“, fragte ich meinen Vater einigermaßen verdattert. Tatsächlich, unser Nationaltorwart stand auf der Linie und studierte kurz einen kleinen Zettel. Ayala lief an, Lehmann hielt. Weniger später scheiterte auch Cambiasso an unserem belesenen Teufelskerl. Sieg. Halbfinale. Auf der Rückfahrt im ICE gab es nur ein Thema: Was hatte es mit diesem Zettel auf sich? Wir erfuhren es am nächsten Tag aus der Zeitung. Da stand für mich fest: Diese Eintrittskarte behalte ich. Sie hängt seit Jahren zuhause an meiner Pinnwand. Berlin, Olympiastadion, 30. Juni 2006. Block 5.2, Reihe 8, Sitz 8. Ich war dabei.

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