Lembecker Heimatmuseum hat wieder geöffnet

Exponate digital archivieren

Traditionell hat das Heimatmuseum im Schloss Lembeck an Karfreitag wieder seine Pforten geöffnet. Der neugewählte Museumswart Magnus Kremser ist immer auf der Suche nach Unterstützern für seine Ideen.

LEMBECK

von Von Sabine Bornemann

, 25.04.2011, 15:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Christel Schlüter führt eine Getreidemühle vor.

Christel Schlüter führt eine Getreidemühle vor.

Aber Magnus Kremser möchte auch neue Zielgruppen erschließen, in dem er einige Exponate vom reinen Anschauungsobjekt zu einem „Mitmach-Museum“ weiterentwickelt. Da darf man dann auch mal anfassen, zum Beispiel die Viehwaage erproben oder sich auf den Nachttopfstuhl setzen. Kollege Michael Langenhorst hat seine Begeisterung für geschichtliche Hintergründe auf dem Umweg über die Ahnenforschung entdeckt: Irgendwann wollte die Mutter alte Dokumente entsorgen, darunter den Arier-Nachweis des Vaters. Michael Langenhorst hat dann diese Familien-Papiere gesammelt und versucht, sich ein Bild vom Leben seiner Vorfahren zu machen.

Natürlich ist jedes Foto oder Dokument nur eine „Momentaufnahme“, die man in den richtigen Kontext einsortieren muss. Dieses Bewerten einer Quelle muss man aber erst lernen - dazu braucht es viel Hintergrundwissen. „Je älter man wird, desto mehr interessiert man sich für Geschichte“, stellt Michael Langenhorst fest. „Vielleicht ist es deshalb so schwierig, junge Leute für die Mitarbeit in einem Museum zu gewinnen.“

Lesen Sie jetzt