Lembecker wünschen sich die alte Dorfpumpe zurück

mlzGestaltung der Dorfmitte

Der Willkommenshügel setzt Akzente, der Eingang zur alten Laurentiusschule ist neu. Nun machen sich einige Lembecker Gedanken, wie die eigentliche Dorfmitte verschönert werden könnte.

von Frank Langenhorst

Lembeck

, 18.01.2020, 12:13 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bei einem Treffen am „Plätzchen“ an der Ecke Wulfener Straße / Bahnhofstraße wurden kürzlich Ideen ausgetauscht, wie der Bereich optisch verbessert werden könnte. Zurzeit besteht dieser Platz aus einer überdachten Bushaltestelle, einem Briefkasten und ein paar Betonpollern zur Straße hin. Diese sollen ein wildes Parken auf dem Platz verhindern.

Ansonsten ist neben dem großen Baum nur eine wellige und halb grasgrüne Fläche vorhanden – alles recht trostlos. Die Lembecker Porte möchte sich auch um diesen Platz kümmern und holte sich die Gartenbau-Ingenieurin Dagmar Harks zur Planung hinzu.

Gehöfte mussten dem Straßenbau weichen

Ein großer Wunsch vieler Lembecker ist es, die alte Dorfpumpe wieder aufzubauen. Nachdem im Jahre 1908 ein Fluchtlinienplan für das Dorf Lembeck aufgestellt wurde, mussten einige Gehöfte im Dorf dem Straßenbau weichen, so auch das Gehöft der Witwe Wolthaus an der Ecke Bahnhofstraße / Wulfener Straße. Zurück blieb der Brunnen.

Lembecker wünschen sich die alte Dorfpumpe zurück

Ludwig Drüing, Katja Breuer, Ursula Küsters, Annette Bügers, Thomas Weßeling, Wibke Cosanne, Johannes Heidermann, Edeltraud Bügers, Waltraud Hadick, Dagmar Harks und Ludger Elvermann (v.l.) trafen sich zu einem Ortstermin.

Bis zu dem Zeitpunkt benutzte auch die Familie Kortendieck diesen Brunnen und bestand auf dem Recht, auch weiterhin dort Wasser zu entnehmen. Der alte Brunnen bedeutete aber eine Gefahr für die Kinder im Dorf. So beschlossen die Gemeindeverordneten am 13. Dezember 1911 einen Gemeinschaftsbrunnen daraus zu machen.

Dorfbrunnen wurde 1969 abgerissen

1927 wurde der Dorfbrunnen wiederum verändert. Man entfernte den alten Bretterverschlag am Brunnen und Fritz Küpper, als Geschichtsforscher bekannt, baute ein Pumpenhäuschen mit dem beim Bau der Dorfschule (Laurentiusschule) übrig gebliebenen Klinkersteinen. 1937 wurde hier unter anderem mit Kutschen Wasser für das Vieh auf den Feldern geholt.

Aufgrund notwendiger Sanierungsarbeiten und der Gefahr, dass Kinder in den Brunnen fallen könnten, entschied man sich 1969, den Dorfbrunnen abzureißen.

Natürlich kann die gemauerte Dorfpumpe nicht mehr an ihrem ursprünglichen Platz wieder aufgebaut werden, weil dort die Bushaltestelle steht. Aber etwas weiter wäre ein idealer Platz. Hier suchen die Planer noch Maurer und eventuell Baufirmen, die das Pumpenhäuschen wieder mauern und auch sponsern könnten.

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