Hans Schuster, Luca Schlotmann und Benjamin Imping (v.l.) arbeiten bereits an einem Hygienekonzept für den zweiten "Winterzauber" auf dem Dorstener Marktplatz. © Stefan Diebäcker
Stadtfeste in Dorsten

Lichterfest und „Winterzauber“ in Dorsten – der Stand der Dinge

Kein Tiermarkt, kein Altstadtfest, keine Bierbörse - die großen Feste und Märkte sind wegen Corona abgesagt worden. Doch Hoffnung auf einen versöhnlichen Jahresabschluss gibt es noch.

Veranstalter von großen Festen und Märkten haben in diesem Jahr nichts zu lachen. Und der Handel leidet mit. Viele Unternehmen befinden sich „in stabiler Seitenlage“, will heißen: Viel darf im Corona-Jahr 2020 nicht mehr passieren, sonst gehen in einigen Geschäften die Lichter aus.

Verkaufsoffene Sonntage noch denkbar

Verkaufsoffene Sonntage könnten die Bilanzen ein wenig aufbessern. Die dürfen eigentlich nur in Zusammenhang mit einer Veranstaltung stattfinden, doch diesmal sind wohl Ausnahmen möglich. „Wir befinden uns mit der Stadtverwaltung in ständigem und konstruktivem Austausch, was wir in diesem Jahr noch machen können“, bestätigte Luca Schlotmann auf Anfrage.

Der frischgebackene Familienvater, der mit Freunden, Helfern und der Agentur „Nightaffairs“ im letzten Jahr mit durchaus beachtlichem Erfolg die großen Veranstaltungen in der Altstadt organisiert und mit dem monatlichen Feierabendmarkt eine neue etabliert hat, gibt die Hoffnung noch nicht auf, die Altstadt wieder positiv ins Gespräch zu bringen und damit den Handel zu unterstützen. Doch viele Chancen gibt es nach den Sommerferien wohl nicht mehr.

Lichterfest ist noch nicht abgesagt

Eine Gelegenheit böte sich beim Lichterfest am 8. November. Die beliebte Ehrenamtsveranstaltung, die inzwischen von der Stadtagentur und dem Verein „Sag Ja zu Dorsten“ vorbereitet wird, ist noch nicht abgesagt. „Wir befinden uns in Gesprächen und Abstimmungen, wie wir das Lichterfest als Ehrenamtstag in der Innenstadt feiern könnten“, sagt Stadtsprecher Christoph Winkel vorsichtig. Mit ziemlicher Sicherheit aber nicht in der bisherigen Größenordnung mit rund 100 Vereinen und Organisationen, sondern in einer abgespeckten Version.

Das Lichterfest ist noch nicht abgesagt, findet aber wohl anders als gewohnt statt. © Petra Berkenbusch © Petra Berkenbusch

Auch der „Winterzauber“ auf dem Marktplatz mit überdachter Eisfläche und Gastronomie-Zelt ist noch nicht vom Tisch. Luca Schlotmann, Benjamin Imping und Hans Schuster arbeiten bereits an einem Hygienekonzept und halten unter den aktuellen Voraussetzungen ein winterliches Event für denkbar. „Es sollte möglich sein, Tische und Eiszeit zu buchen und auf angemessenem Abstand zu bleiben“, meint Schlotmann.

Andere Städte denken schon jetzt darüber nach, Weihnachtsmärkte oder Eisflächen abzusagen. Der Dorstener Thomas Hein geht davon aus, dass seine Firma Interevent im nächsten Winter bundesweit nur 15 bis 20 statt 35 Eisflächen baut – „wenn‘s gut läuft“. Eine würde wohl in seiner Heimatstadt stehen und dazu beitragen, die Altstadt in der für den Handel so wichtigen Vorweihnachtszeit attraktiv zu machen.

Es wäre der von vielen Kaufleuten erhoffte versöhnliche Abschluss eines katastrophalen Jahres.

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Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker

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