Lippefähre Baldur bleibt vorerst an Land: „Ansteckungs-Hotspot“ soll vermieden werden

Coronavirus

Mehrere Tausend Menschen überqueren jedes Jahr mit den Fähren des Lippeverbands die Lippe. Jetzt bleiben Baldur und Co. vorerst an Land.

Dorsten

21.03.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Baldur in Dorsten war die erste Personenfähre des Lippeverbands. Seit 2005 quert sie die Lippe (Foto entstand lange vor der Coronakrise).

Die Baldur in Dorsten war die erste Personenfähre des Lippeverbands. Seit 2005 quert sie die Lippe (Foto entstand lange vor der Coronakrise). © Kirsten Neumann/EGLV

Von Ostern bis Oktober - so lautet normalerweise die Eselsbrücke, mit der man sich die Betriebszeiten der Lippe-Fähren gut merken kann. Aus mehreren Gründen hat sich der Lippeverband nun entschlossen, die Baldur in Dorsten und auch die Personenfähren in Hamm und Haltern am See bis auf Weiteres nicht zu Wasser zu lassen.

„Da mehrere Tausend Gäste pro Saison unsere Fähren nutzen, die Überfahrt manuell per Hand erfolgt und die Menschen dicht an dicht an Bord stehen, können wir ein erhöhtes Ansteckungspotenzial mit dem Coronavirus hier nicht ausschließen“, erklärt Dr. Emanuel Grün, Technischer Vorstand des Lippeverbandes. Um diesen „Ansteckungs-Hotspot“ zu vermeiden, bleiben alle drei Fähren des Lippeverbandes erst mal an Land, teilte der Lippeverband mit.

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Die Betriebsteams des Lippeverbandes arbeiten aktuell im wöchentlich wechselnden Schichtbetrieb zu Hause und vor Ort, um Infektionsketten zu vermeiden. Sie nehmen in erster Linie Basisaufgaben wahr, die im Rahmen der öffentlichen Daseinsvorsorge aufrechterhalten werden müssen: Hochwasserschutz, Betrieb von Kläranlagen und weitere.

„Unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort leisten gerade jetzt einen immens wichtigen Beitrag zur öffentlichen Daseinsvorsorge in der Lippe-Region – ihnen gilt ausdrücklich unser Dank“, betont Dr. Emanuel Grün.

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