Die Weltkriegsbombe in Altendorf-Ulfkotte wurde erfolgreich gesprengt. © Guido Bludau
Bombenentschärfung

Live-Ticker: Bombe in Altendorf-Ulfkotte erfolgreich gesprengt

In Altendorf-Ulfkotte wurde am Abend eine 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt. Der Live-Ticker zum Nachlesen.

Weil eine Entschärfung des Zünders nicht möglich war, musste der Blindgänger in der Dorfmitte von Altendorf-Ulfkotte am Mittwochabend gesprengt werden. Die Sprengung erfolgte gegen 19.45 Uhr. Viele Anwohner sind inzwischen in ihre Häuser zurückgekehrt.

Update 21.40 Uhr

Es wird fleißig aufgeräumt in Altendorf-Ulfkotte. Die Sprengung sei problemlos verlaufen, heißt es vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe, die betroffenen Bürger hätten sich vorbildlich verhalten. Wir beenden den Liveticker an dieser Stelle.

Update 20.48 Uhr

Nach ersten Informationen ist es nicht zu größeren Schäden gekommen. Die Experten vor Ort berichten von einer erfolgreichen Sprengung. Ein Baum wurde entwurzelt. Möglicherweise wurde auch eine Internetleitung beschädigt. Das wird noch überprüft.

Größere Schäden hat es nach ersten Angaben nicht gegeben. Ein Baum wurde entwurzelt. © Guido Bludau © Guido Bludau

Update 20:43 Uhr

Jetzt geht alles ganz schnell. Die Anwohner kehren in ihre Häuser zurück. Auch die Container, die die Gebäude vor der Druckwelle geschützt haben, werden schon wieder abgebaut. Hier geht es zu unserem Livestream vor Ort.

Update 20:24 Uhr

Die Sperrung ist aufgehoben. Die Bewohner können zurück in ihre Häuser. Wir sind vor Ort und berichten weiter.

Update 20.18 Uhr

Der Kampfmittelräumdienst hat eine letzte Kontrolle durchgeführt. Um 20.20 Uhr wird der Sicherheitsradius wieder freigegeben. Sobald die Sirene auf der Kardinal-von-Galen-Schule ertönt, können die Bewohner wieder zurück in ihre Häuser.

Update 19.58 Uhr

Die Bombe ist gesprengt. Unser Reporter berichtet, dass die Druckwelle auch außerhalb des Sicherheitsradius zu spüren gewesen ist. Zu einer stärkeren Rauchentwicklung ist es aber offenbar nicht gekommen.

Update 19.39 Uhr

Die Sprengung der 250-Kilo-Bombe nahe der Mehrzweckhalle in Altendorf-Ulfkotte erfolgt ab 19.45 Uhr, teilt die Stadt soeben mit. Die Vorbereitungen zur Sprengung seien abgeschlossen. Zuletzt musste noch eine Gasleitung, die nahe des Bomben-Fundorts verläuft, abgesperrt und freigeblasen werden. „Die Bewohner dürfen nach erfolgter Sprengung voraussichtlich ab 21 Uhr in ihre Wohnungen zurückkehren, da vorher kontrolliert werden muss, ob die Bombe tatsächlich unschädlich gemacht wurde“, so Stadtsprecher Ludger Böhne.

Update 19.33 Uhr

Seit fast einer Stunde rührt sich nichts mehr. Niemand scheint derzeit ganz genau zu wissen, wann die Sprengung erfolgt und die Menschen hoffentlich wieder in ihre Häuser können. Wir bleiben dran, aber zum Ort des Geschehens kommen wir natürlich nicht. Vielleicht klappt es ja nach der erfolgreichen Sprengung.

Update 18.38

Die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes sind sicherlich die wichtigsten Menschen gerade, aber: Insgesamt sind auch 50 Einsatzkräfte der Dorstener Feuerwehr alarmiert. Von der Stadtverwaltung haben 15 Mitarbeiter die Evakuierung durchgeführt. Dem Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) in der Hauptfeuerwache gehören zehn Mitglieder an. Hinzu kommen die Einsatzkräfte der Polizei sowie Mitarbeiter der örtlichen Versorger Westnetz und RWW.

Update 18.28 Uhr

„Die Bombe wurde im Boden in Schräglage gefunden, die Spitze zeigte zwar nach oben, der Zünder befand sich allerdings an der Unterseite“, bestätigte Stadtsprecher Ludger Böhne soeben. Entsprechend schwierig und zeitraubend sei die Freilegung und Begutachtung, da der Sprengsatz bei diesem Manöver nicht bewegt werden durfte.

Update 17.54 Uhr

Noch immer gibt es keine Informationen, wann die Bombe gesprengt wird. Die Sicherheitsvorkehrungen sind hoch. Bürgermeister Tobias Stockhoff und der städtische Krisenstab halten die Verbindung zu den Experten vor Ort, die grünes Licht geben müssen. Stockhoff will sich nach der Sprengung ein Bild von der Lage vor Ort machen.

Update 17.11 Uhr

Der Hof Vortmann an der Altendorfer Straße 19a liegt außerhalb des Sicherheitsbereichs und dient den Menschen aus Altendorf-Ulfkotte in den nächsten Stunden als Not-Unterkunft. Bislang ist dort allerdings nicht sehr viel los, obwohl der Ortsteil in einem Radius von 250 Metern vollständig geräumt ist. Viele Bewohner sind woanders untergekommen – oder vielleicht auch im Urlaub.

Auf dem Hof Vortmann warten bislang nur wenige Menschen die Entwarnung ab. Das DRK kümmert sich um die Versorgung vor Ort. © Guido Bludau © Guido Bludau

Update 16.55 Uhr

Die Bombe wird nun zur Sprengung vorbereitet und anschließend mit Sand abgedeckt. Für diese Abdeckung wurden bereits 30 Tonnen Sand angeliefert. Umliegende Gebäude werden durch mit Bauschutt gefüllte Container geschützt, die die Druckwelle abfangen sollen.

Update 16.48 Uhr

Der Sicherheitsradius von 250 Metern um den Fundort des Sprengsatzes ist vollständig geräumt. Der Krankentransportdienst der Feuerwehr Dorsten hat zwei „nicht gehfähige Personen“ aus dem Sicherheitsbereich in eine vorübergehende Unterkunft gebracht.

Update 16.41 Uhr

Stadtsprecher Ludger Böhne bestätigt soeben: Einen Zeitpunkt, wann die Bombe gesprengt wird, gibt es noch nicht. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Update 16.35 Uhr

Altendorf-Ulfkotte ist abgeriegelt. Niemand kommt mehr ins Dorf. Die ersten Lkw-Lieferungen mit Sand sind an der Fundstelle eingetroffen. 25 Kubikmeter werden benötigt, um einen Schutzwall zu bilden und die Schäden im Umfeld zu minimieren.

In einem Radius von 250 Metern vom Fundort muss Altendorf-Ulfkotte am Nachmittag evakuiert werden. © Guido Bludau © Guido Bludau

Die Mitteilung der Stadtverwaltung vom Nachmittag

Seit dem Morgen war der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Arnsberg in Dorstens zweitkleinstem Stadtteil Altendorf-Ulfkotte. Der Verdacht, dass nahe der dortigen Mehrzweckhalle ein Blindgänger liegt, hatte sich zur Mittagszeit bestätigt. Und wenig später war klar: Er muss sogar gesprengt und ein Teil des Stadtteils aus Sicherheitsgründen evakuiert werden.

Wie die Stadtverwaltung in einer Mitteilung bestätigte, handelt es sich um eine 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die „mit einem hochgefährlichen Langzeitzünder“ ausgestattet ist, der nicht entschärft werden kann. Sie muss daher am Fundort gesprengt werden.

Ein Nahbereich von bis zu 100 Metern muss so schnell wie möglich geräumt werden. Bis zur Sprengung müssen alle Gebäude in einem Radius von 250 Metern evakuiert werden. Davon sind etwa 600 Personen betroffen.

Der Fundort wird für die Sprengung des Blindgängers vorbereitet. U.a. wird die Bombe mit 25 Kubikmetern Sand abgedeckt, um mögliche Schäden im Umfeld zu minimieren. Wer während der Sperrzeit nicht bei Verwandten oder Bekannten Unterschlupf findet, kann die Notunterkunft auf dem Hof Vortmann (Altendorfer Straße 19a) aufsuchen.

Zur Notunterkunft fährt ab sofort ein Shuttlebus in „Dauerschleife“ über die Haltestellen

  • Ehrenmal Altendorfer Straße
  • Evangelische Kirche
  • Katholische Kirche
  • Hof Vortmann

Der vermutete Sprengsatz in fünf Metern Tiefe war bereits am Dienstag bis auf 3,50 Meter freigelegt worden. Da der Sprengsatz ungünstig lag und die Bodenverhältnisse schwierig waren, hatte die abschließende Freilegung und Untersuchung am heutigen Vormittag mehr Zeit in Anspruch genommen, als zunächst gehofft.

Ihre Autoren
Redaktionsleiter in Dorsten
Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
Zur Autorenseite
Stefan Diebäcker
Freier Mitarbeiter
Als „Blaulicht-Reporter“ bin ich Tag und Nacht unterwegs, um über Einsätze von Polizei und Feuerwehr seriös in Wort und (bewegten) Bildern zu informieren. Dem Stadtteil Wulfen gehört darüber hinaus meine besondere Leidenschaft. Hier bin ich verwurzelt und in verschiedenen Vereinen aktiv. Davon profitiert natürlich auch meine journalistische Arbeit.
Zur Autorenseite
Guido Bludau
Redakteur
Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
Zur Autorenseite
Robert Wojtasik

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.