Coronavirus

Lockdown, Insolvenzen, kreative Ideen: Große Serie zur Wirtschaft in Dorsten

Der Handel macht schwere Zeiten durch. Aber nicht alles ist grau und trüb, es gibt auch positive Entwicklungen. Darum geht es in unserer aktuellen Serie zur Wirtschaft in Dorsten ebenfalls.
Wirtschaft und Handel in Dorsten hatten im Corona-Jahr 2020 viele Herausforderungen zu bewältigen. Es gibt neben Existenzsorgen aber auch positive Entwicklungen. © Stefan Diebäcker

Die Fußgängerzone in Dorstens Innenstadt ist saniert worden – aber was hat der Handel von einer schöneren Einkaufsmeile, wenn die Geschäfte schließen müssen? Wie kommen die Unternehmen in Dorsten durch die Coronakrise? Und wer wagt vielleicht gerade jetzt etwas Neues? Über diese Themen haben wir in den letzten Wochen u.a. berichtet:

Der Lockdown trifft den Dorstener Einzelhandel hart. Es gibt aber Kaufleute, die sich dem Umsatzeinbruch entgegenstemmen. Mit pfiffigen Ideen und sehr viel persönlichem Einsatz.

Der Lockdown im Frühjahr war richtig, die Mehrwertsteuersenkung überflüssig. Eine Umfrage dieser Zeitung zeichnet ein Stimmungsbild über die Situation der Dorstener Wirtschaft. Demnach verzeichnen manche Branchen ein Umsatzplus, viele Firmen haben auf finanzielle Hilfen verzichtet. Aber es gibt natürlich auch Sorgen.

Trotz der schwierigen Zeiten haben die Unternehmen in Dorsten einiges zu bieten. Junge Leute sollten ihre Chancen nutzen – jetzt. Das sagt Cordula Cebulla, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit in Recklinghausen. Jugendliche haben kurzfristig Chancen, einen von 13 qualifizierten Ausbildungsplätzen in Dorsten zu ergattern. Und im nächsten Jahr legen die Unternehmen noch was drauf. Dann sind 300 Ausbildungsplätze zu vergeben.

Bis zur Kapazitätsgrenze gefüllte Lager und und geballte Personal-Power: Supermärkte in Dorsten bereiten sich aufs Weihnachtsgeschäft vor. Ausgerechnet im Corona-Jahr liegen die Feiertage so, dass sie dreieinhalb Tage geschlossen sind. Zwei Einzelhändler aus Dorsten berichten, worauf es in den Tagen vor Weihnachten ankommt.

Obwohl das Dorstener Modehaus eine wirtschaftlich herausragende Rolle in der Modehausgruppe Mensing spielt, war es durch die Schieflage in Velbert mit in die Misere des Gesamtunternehmens hineingerutscht. Doch die Einschätzung von Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger macht Hoffnung. Demnach sei „unter dem Eindruck der bisher geführten Gespräche davon auszugehen, dass alsbald ein Investor zur Übernahme der Geschäftslokale und Geschäftsbetriebe der Mensing-Unternehmensgruppe gefunden werden kann“.

Alle zwei Jahre misst die IHK Nord Westfalen die Kundenfrequenz in der Dorstener Innenstadt. Im „Corona-Jahr“ 2020 hatte sie zwar zunächst daran gedacht, den Rhythmus aufzugeben, aber dann wurde im September in der Recklinghäuser- und der Lippestraße doch gezählt. Wegen der Coronakrise kommen weniger Kunden in die Dorstener Innenstadt. Das ist nicht überraschend, die Tücke liegt aber im Detail.

Die Weihnachtszeit beginnt für Julia und Christoph Imping manchmal schon im März. Tatsächlich haben sie sich im Frühjahr Gedanken gemacht, was sie ihren Kunden im November und Dezember auf den Tisch legen können. Das Ergebnis ist der Feuerstollen, der „wohl heißeste Stollen in ganz NRW“. So ist das, wenn eine Bäckerei gemeinsame Sache macht mit einer Kornbrennerei…

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft WinDor und die Dorstener Wohnungsbaugesellschaft bekommen im ersten Quartal 2021 einen neuen Geschäftsführer. „Mich fasziniert die Mischung aus Ruhrgebiet und Münsterland. Ich weiß, dass in dieser Region Menschen leben, die wissen, was ihrer Hände Arbeit wert ist“, sagt Markus Funk.

Das Dorstener Hard- und Softwareunternehmen ViewSonic Technology hat ein „digitales Klassenzimmer“ entwickelt. Das Unternehmen mit Sitz auf dem ehemaligen Zechengelände in Hervest bietet interaktive digitale Tafeln (ViewBoards) an und mit myViewBoard eine kostenfreie Software, die DSGVO-konform sei. Die Stadt Dorsten hatte sich bekanntlich im letzten Jahr für Beamer und iPads entschieden.

Ahaus, Heek und Legden am Abend

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