Löschzüge aus drei Gemeinden probten den Ernstfall

Feuerwehr-Übung

DORSTEN / SCHERMBECK / ERLE Erstmals haben Löschzüge der Feuerwehr aus drei Gemeinden gemeinsam den Ernstfall geprobt. Und: Es hat funktioniert.

von Von Ralf Pieper

, 12.10.2009, 08:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gerettet: Zum Glück handelte es sich in diesem Fall nur um eine Puppe.

Gerettet: Zum Glück handelte es sich in diesem Fall nur um eine Puppe.

 „Waldbrand“ hieß das Stichwort, das die Löschzüge aus Raesfeld-Erle, Alt-Schermbeck und Dorsten-Holsterhausen am Samstagnachmittag ausrücken ließ. Das Ziel bei dieser Feuerwehr-Übung war ein Waldgebiet am Forsthausweg nahe Erle. Der Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Raesfeld-Erle hatte die kürzeste Anfahrt und war folglich als erster vor Ort. Zugführer Arno Rüb übernahm die Einsatzleitung. Das Waldgebiet war in dichten Rauch gehüllt und zwei Personen waren als vermisst gemeldet. Die Löschzüge der Feuerwehr Holsterhausen und Alt-Schermbeck stießen hinzu. 58 Feuerwehrleute übernahmen jetzt die Aufgaben der Personenrettung und der Brandbekämpfung.Kommunikation verbessern

„Bei dieser Übung geht es darum, die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den verschiedenen Löschzügen zu proben und für den Ernstfall zu verbessern. Es ist die erste Übung, bei der drei verschiedene Löschzüge zusammenarbeiten."    Martin Schulze, Pressesprecher der Feuerwehr Schermbeck, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis dieser Übung. „Die Löschzüge waren zügig vor Ort, die verletzten Personen wurden schnell geborgen und versorgt, der Brand war unter Kontrolle und seine Ausbreitung verhindert."Starkregen als "Unterstützung"

Bei einem realen Brand hätten die Feuerwehren auch noch Unterstützung von einem vierten, dem „himmlischen Löschzug“ bekommen. Eine knappe Stunde nach Beginn der Übung öffnete der Himmel seine Schleusen und hätte mit Starkregen jede Flamme gelöscht... Zufrieden mit ihrer Leistung und durchnässt vom Wetter freuten sich die an der Übung beteiligten Feuerwehrleute auf die abschließende Nachbesprechung im trockenen Erler Gerätehaus. Bei einem Bier und einem Essen tauschte man Erfahrungen aus und lernte die Kollegen der anderen Löschzüge kennen.

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