Marc Degens fängt den Charme des Ruhrpotts ein

Lesung in Dorsten

"Das kaputte Knie Gottes" heißt der aktuelle Roman von Marc Degens. Am Donnerstagabend war der gebürtige Dorstener mal wieder in seiner Heimatstadt und las im Cornelia Funke Baumhaus.

DORSTEN

von Von Jana Kolbe

, 21.10.2011, 10:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Marc Degens und sein neuester Roman. Der Buchtitel "Das kaputte Knie Gottes" ist auch der Name einer Skulptur von Hauptfigur und Bildhauer Dennis.

Marc Degens und sein neuester Roman. Der Buchtitel "Das kaputte Knie Gottes" ist auch der Name einer Skulptur von Hauptfigur und Bildhauer Dennis.

Hinter dem etwas skurrilen Titel steckt eine lustige Geschichte über das Studentenleben im Ruhrpott, über Freundschaft und den Mut, von der Norm abzuweichen. Neben Vorlesungen in Frankfurt, Berlin oder Köln scheint Dorsten, die Stadt, in der er aufwuchs und seine Schulzeit verbrachte, als Stopp auf seiner Lesetour fast unscheinbar. Marc Degens gestand aber: "Die Lesung in Dorsten hat mich eigentlich am meisten beschäftigt. Ich habe schon den ganzen Tag darüber nachgedacht."Rauer Ruhrpott-Charme

Das Publikum begeisterte er mit seinen drei Hauptpersonen, ihren einzigartigen Charakteren und dem rauen Ruhrpottcharme einiger Nebenfiguren. Der Roman begleitet die Hauptperson Mark und seinen Freund Dennis durch 15 Lebensjahre auf der Suche nach sich selbst. Marc Degens las am Donnerstag aus drei Kapiteln, die unter anderem nicht nur die Charaktere vorstellten, sondern vor allem auch die Bedeutung des Buchtitels erklärten.

"Der Roman spielt zu zwei Dritteln in Bochum. Die Plätze, die dort beschrieben werden, kann man auch in der Realität wiederfinden", erklärte der Autor und Weltenbummler. Für ihn war es ganz wichtig, einen waschechten Ruhrpott-Roman zu schreiben. "Ich wollte den ganzen Charme und die Vielfalt der Region einfangen."

Das Buch überzeugt nicht nur durch seinen Witz und seine Ehrlichkeit, sondern durch kleine, versteckte, ernstere Botschaften, die den Hauptfiguren seines Romans besonders viel Leben einhauchen. Ein bisschen ließ sich Marc Degens sicherlich auch von seiner eigenen Biografie inspirieren. Auch deshalb schaffte er es am Donnerstagabend immer wieder, seinem Publikum ein breites Schmunzeln auf die Lippen zu zaubern.

 

 

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