Mehr Kinder unter drei Jahren brauchen in Dorsten einen Kita-Platz

mlzKita

Die Stadt Dorsten baut vier neue Kitas. Diese werden auch dringend benötigt, denn vor allem im U3-Bereich ist der Bedarf an Betreuungsplätzen höher als ursprünglich angenommen.

Dorsten

, 31.05.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

2462 Plätze kann die Stadt Dorsten für das kommende Kindergartenjahr zur Verfügung stellen - davon 480 Plätze für Kinder unter drei Jahren und 1982 Plätze für Kinder über drei Jahren. Doch reichen diese aus?

Fakt ist, dass vier neue Einrichtungen geplant sind - in der Hardt, in Wulfen-Barkenberg, in Hervest und in Holsterhausen. Dort sind laut Stadtverwaltung auch die meisten Vormerkungen für Plätze im Kita-Navigator getätigt worden. Über diesen müssen Eltern ihren Betreuungsbedarf seit Oktober 2019 anmelden. Insgesamt sind dort aktuell 1389 Kinder vorgemerkt, davon 1035 für das kommende Kita-Jahr.

625 Betreuungsverträge wurden bereits geschlossen

Die meistern Vormerkungen gibt es für zweijährige Kinder (395), gefolgt von einjährigen (353), dreijährigen (145) und Kindern unter einem Jahr (78). 625 neue Betreuungsverträge sind bereits geschlossen worden. Das geht aus einer Beschlussvorlage der Stadt hervor. Die 410 Eltern, die noch keinen Vertrag unterzeichnet hatten, wurden im Februar angeschrieben und gebeten, sich beim Amt für Familie und Jugend zu melden.

75 folgten dieser Bitte. Zwölf Kinder konnten daraufhin in eine Kita und 14 in eine Tagespflegeeinrichtung vermittelt werden. 19 weitere Familien möchten warten, bis die neue Kita in Holsterhausen eröffnet. Mit den verbleibenden 30 Eltern führt die Stadt aktuell Gespräche, inwieweit tatsächlich ein Platz zum 1. August dringend gebraucht wird.

Mit der Eröffnung der vier Tageseinrichtungen könne der Bedarf zum größten Teil gedeckt werden, heißt es weiter. Allerdings sei es so, dass mehr Kinder unter drei Jahren und weniger Kinder über drei Jahren in Dorsten leben würden, als vor zwei Jahren bei der Aufstellung der Bedarfsplanung angenommen worden sei. „Dies erhöht den Druck auf die Bedarfe in der U3-Betreuung“, heißt es in der Vorlage.

Mehr Plätze in der Tagespflege

Positiv sei jedoch, dass das Angebot der Tagespflege kontinuierlich erweitert werde. So gebe es aktuell 180 Plätze bei Tagesmüttern oder in Tagespflegeeinrichtungen (2018 waren es noch 140). Dennoch würden immer mehr Eltern einen Platz für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr in Anspruch nehmen wollen. Obwohl im Vergleich zum vergangenen Kita-Jahr das Platzangebot von 2382 auf 2462 erweitert werden konnte, sei dieses immer noch nicht ausreichend, um Überbelegungen und provisorische Gruppen vollständig aufgeben zu können.

Die Verwaltung hat zudem festgestellt, dass immer mehr Eltern eine Betreuungszeit von 45 Stunden die Woche buchen (64 Prozent für 2020/21). Das und die im August um 21 Prozent steigende Kinderpauschale führen dazu, dass der städtische Haushalt hinsichtlich der Betriebskostenzuschüsse mit zusätzlichen 1.134.000 Euro belastet wird.

Lesen Sie jetzt