Mercaden-Anwohner kämpfen gegen den Staub

Die Folgen der Groß-Baustelle

Es gibt Tage, da möchte sich Annette Buchholz am liebsten aus dem Staub machen. Und das ist wortwörtlich gemeint, denn gegen die Staubwolken von der Großbaustelle am Lippetor kann die Anwohnerin am Westwall einfach nicht mehr anputzen.

Dorsten

, 20.06.2014, 14:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Annette Buchholz ist ständig um den Durchblick bemüht. Doch gegen den Staub von der benachbarten Großbaustelle kann die Anwohnerin des Westwalls nicht mehr anputzen.

Annette Buchholz ist ständig um den Durchblick bemüht. Doch gegen den Staub von der benachbarten Großbaustelle kann die Anwohnerin des Westwalls nicht mehr anputzen.

"Der Staub ist das Schlimmste", meint Annette Buchholz. Beim Abriss des alten Lippetor-Centers seien wenigsten noch Wasserschläuche zur Staubminderung eingesetzt gewesen, doch "Wasser marsch" hieße es auf der Baustelle schon lange nicht mehr."Straßen müssten bewässert werden"

"Das bringt nach dem Abschluss der Abrissarbeiten auch nichts mehr", bemerkt Friedhelm Strünker, Geschäftsführer der Baufirma, die für den Abriss und Tiefbau verantwortlich ist. Die Staubentwicklung, die jetzt bemängelt würde, stamme in der Hauptsache von den vielen Baufahrzeugen. "Da müssten wir ja die Straße bewässern, doch dadurch entsteht Matsch und noch eine viel größere Sauerei", meint Friedhelm Strünker. Auf Beschwerde eines direkten Anwohners hin habe man bereits die Baustelleneinfahrt um 50 Meter Richtung Baugrube verlegt. "Wir stehen immer im Dialog mit den Betroffenen und haben großes Interesse daran, kooperativ zusammenarbeiten."

Nur ein Anwohner hat sich gemeldet

Auch Bernd Gertdenken vom städtischen Bauuordnungsamt zeigt sich immer einsatzbereit, wenn es um berechtigte Beschwerden von Anwohnern geht: "Bislang ist aber nur einer bei uns vorstellig geworden", zieht Gertdenken eine positive Zwischenbilanz.  "Ich bin nach der Staub-Beschwerde sofort ´raus gefahren und habe mit dem Bauleiter vor Ort gesprochen. Der hat dann auch unverzüglich Maßnahmen zur Staubbindung eingeleitet", versichert Gertdenken. In rund sechs Wochen sind die Tiefbauarbeiten an der Baugrube abgeschlossen. Bis dahin müssen Annette Buchholz und ihre Nachbarn noch häufig zu Putztuch und Staubsauger greifen.

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