Gericht: Mercaden-Einbrecher muss Bewährungsstrafe akzeptieren

mlzMercaden

Trotz eines Geständnisses wollte ein Einbrecher aus Dorsten seine vom Amtsgericht verhängte Bewährungsstrafe nicht akzeptieren und legte Berufung ein. Das hat ihm aber nichts gebracht.

Dorsten

, 16.07.2019 / Lesedauer: 2 min

16 Monate Haft auf Bewährung hatte die erste Instanz gegen den 29-jährigen Mann verhängt. Und genau bei dieser Strafe ist es jetzt auch nach der Berufungsverhandlung am Essener Landgericht geblieben. Für eine mildere Bestrafung sahen die Richter keinen Raum. Dafür hatte der Angeklagte vor drei Jahren einfach zu viele Straftaten verübt.

Ob Parfüm in einem Drogeriemarkt oder ein vor einem Geschäft abgestelltes Fahrrad: Im Tatzeitraum war kaum etwas, das auch nur ein bisschen wertvoll war, vor dem Dorstener sicher. Als Grund gab er im Prozess seine Drogenabhängigkeit an. Er habe einfach alles geklaut, um es anschließend auf dem Schwarzmarkt zu Geld machen können.

Computerbildschirm kam gerade recht

Die Haupttat ereignete sich schließlich in den gerade erst eröffneten „Mercaden“. Da nutzte der Mann ein noch nicht abmontiertes Baugerüst, um hoch auf die Büroebene zu klettern und einen Computerbildschirm zu stehlen.

Während für den 29-Jährigen alles beim Alten bleibt, hatte seine mitangeklagte Bekannte Glück.

Wegen ihrer Vorstrafen war die 27-Jährige Bottroperin am Amtsgericht sogar zu acht Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden. In der Berufung ließen die Essener Richter dann aber doch noch einmal Milde walten und setzten die Strafe zur Bewährung aus. Die Frau hatte den Einbrecher stets begleitet.

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