Messer bei Besentagen entdeckt: Ist es die Mordwaffe?

DORSTEN Wonach Heerscharen von Polizisten nach dem Mordfall am 16. Dezember 2008 erfolglos gesucht hatten, haben die Dorstener Besentage womöglich zu Tage gefördert: Das Tatmesser, mit dem der 29-jährige türkischstämmige Bochumer seine Frau vor der Plus-Filiale in der Fußgängerzone die Kehle durchgeschnitten hat.

von Von Michael Klein

, 30.03.2009, 22:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Messer bei Besentagen entdeckt: Ist es die Mordwaffe?

Kurz vor Weihnachten war die türkische Frau von ihrem Ehemann in der Essener Straße ermordet worden.

Wie in den Vorjahren hatte sich am Samstag eine siebenköpfige Gruppe von Volksbank-Mitarbeitern an den Besentagen beteiligt und den Unrat zwischen Volksbank-Gebäude und der Kreuzung Gladbecker Straße/Kirchhellener Allee eingesammelt. Gegen 10.30 Uhr sah Heinrich Brosthaus etwas Metallisches unter Efeuranken schimmern. „Erst als ich es aufgehoben habe, bemerkte ich, dass es ein Messer war.“ Glücklicherweise trug der 49-Jährige bei der Reinemach-Aktion Handschuhe, so dass er keine weiteren Spuren auf dem 25 bis 30 Zentimeter langen Messer hinterließ.

Blut oder andere Spuren konnte Heinrich Brosthaus an dem Messer nicht entdecken: „Aber das liegt wahrscheinlich ja auch schon eine Weile da.“ Der 49-Jährige zieht auch ins Kalkül, „dass vielleicht irgendein Depp das Messer dort hingeworfen hat“, um sich einen schlechten Scherz zu erlauben. Denn genau der Bereich rund um die Esso-Tankstelle, die Agathaschule und die Kreuzung war noch Tage nach dem Mord mehrfach von der Polizei durchkämmt worden. Gegen den 29-jährigen Bochumer hatte die Staatsanwaltschaft Essen kürzlich vor dem Schwurgericht des Landgerichts Essen Anklage wegen Mordes erhoben. Er hatte kurze Zeit nach der Tat die Polizei selbst angerufen. Die Tatwaffe jedoch hatte er irgendwo auf dem Weg zwischen der Innenstadt und dem McDonald´s-Parkplatz weggeworfen.

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