Projekt „Du für Dorsten“

Migrantin lernt Deutsch bei Kindern in der OGS

Migranten sind in Dorsten heimisch geworden. Einige von ihnen setzen sich für andere Menschen ein. „Du für Dorsten“ liefert ein Beispiel für gelungene Integration: Mahida aus dem Irak.
Leider hat Mahida kein Foto von sich machen lassen wollen: Zu ihrer Geschichte deshalb ein Symbolbild der Arbeit von „Du für Dorsten“ in der Bochumer Straße 53. © privat

Mahida T. ist 38 Jahre alt und lebt seit 14 Jahren in Deutschland. Sie kommt ursprünglich aus dem Irak. Durch das Projekt „Du für Dorsten!“ des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) lernte Mahida die Offene Ganztagsschule der Grünen Schule in Wulfen-Barkenberg kennen. Jetzt engagiert sie sich dort: Sie hilft zweimal in der Woche bei der Betreuung der Kinder am Nachmittag. „Sie spielt mit den Kindern drinnen und draußen“, sagt Ruth Sander, eine der zuständigen Projektleiterinnen für Flüchtlingshilfe und Integration bei „Du für Dorsten“.

Für die Dorstener Zeitung hat die Sozialarbeiterin Mahida interviewt und sie gefragt, wie sie auf die Idee gekommen ist, sich in Dorsten zu engagieren.

Warum sind Sie zum Du für Dorsten-Café gekommen?

Eine Freundin hat mir das Projekt im Internet gezeigt. Sie sagte: „Das ist gut für dich, um mehr Deutsch zu sprechen.“ Ich habe auch die YouTube-Videos angesehen und fand das Projekt interessant. Ich wollte mehr Deutsch lernen und ein Hobby finden.

Wie haben die Mitarbeiter von „Du für Dorsten!“ Ihnen geholfen?

Wir haben geredet und die Mitarbeiterinnen haben im Internet nach Ideen gesucht und mir Vorschläge gemacht, was ich machen kann. Sie haben für mich mit der OGS telefoniert. Das war gut, weil die OGS-Mitarbeiterin sonst vielleicht
nicht verstanden hätte, was ich möchte und woher ich den Rat bekommen habe, sie zu kontaktieren. Deshalb war es auch gut, dass eine Mitarbeiterin des Projekts mit mir zur OGS gegangen ist und wir gemeinsam mit der OGS gesprochen haben.

Was gefällt Ihnen an der OGS, sodass Sie sich entschieden haben, sich dort zu engagieren?

Es gibt dort viele kurdische Kinder, die sprechen Deutsch mit mir, aber sie helfen mir auch, wenn ich etwas nicht verstehe. Ich kann einfach üben, Deutsch zu sprechen. Die Kinder sind sehr nett und offen und sie freuen sich, dass ich Kurdin bin. Sie freuen sich, wenn ich komme, und fragen „Wann kommst
du wieder?“ Das ist schön.

Warum empfehlen Sie anderen, bei „Du für Dorsten!“ mitzumachen?

Alle sind sehr nett. Die Mitarbeiter von Du für Dorsten, die Mitarbeiter in der OGS und die Kinder. Sie verstehen mich und helfen mir.

Du für Dorsten – eine Zwischenbilanz

  • Im Sommer konnte „Du für Dorsten“ sein Beratungscafé eröffnen. Hier konnten Interessierte ohne Anmeldung vorbeikommen und sich über Freizeit-, Begegnungs- und Engagement-Möglichkeiten in Dorsten informieren. Manche Menschen, so das Team von „Du für Dorsten“, brauchten nur ein paar Informationen darüber, was es in Dorsten für Möglichkeiten gibt. Andere waren froh, wenn die Projektleiter Kontakt zu anderen für die Interessierten suchen. Und manche nehmen auch in Anspruch, dass wir sie zu dem Angebot begleiten und es gemeinsam kennenlernen.
  • Mit Beginn der verschärften Schutzmaßnahmen wegen Corona seit November ist das Beratungscafé im MITTEndrin an der Bochumer Straße 53 vorübergehend geschlossen. Christin Niedballa und Ruth Sander, die beiden Sozialpädagoginnen, sind natürlich weiterhin über Telefon, Instagram, Facebook und E-Mail erreichbar. Beratung und Unterstützung zur Teilhabe werden weiterhin angeboten. E-Mail: dufuerdorsten@asb-vest-re.de und Homepage: www.du-fuer-dorsten.de

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