Lange Haft nach Unterwasser-Tat

Missbrauchs-Urteil

Ein Mann sammelt tausende Kinderpornos, zieht sich im Dorstener Schwimmbad „Atlantis“ vor kleinen Mädchen unter Wasser die Badehose herunter. Jetzt ist er verurteilt worden.

Dorsten/ Essen

, 01.12.2020, 16:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lange Haftstrafe: Der Angeklagte neben Verteidiger Iyad Nassif.

Lange Haftstrafe: Der Angeklagte neben Verteidiger Iyad Nassif. © Jörn Hartwich

Es war eine schockierende Aufreger-Tat: Vor rund einem Jahr hat sich ein Mann im Dorstener Schwimmbad „Atlantis“ plötzlich vor zwei kleinen Mädchen entblößt. Unter Wasser, die Kinder hatten Taucherbrillen auf. Wegen dieser und anderer Taten ist er nun verurteilt worden. Die Strafe: vier Jahre und neun Monate Haft.

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Im Prozess am Essener Landgericht hatte der Angeklagte von einem „Monster“ gesprochen, das von ihm Besitz ergriffen habe. Es sei für viele unverzeihliche Taten verantwortlich. Er wolle alles tun, um es zu besiegen.

Nähe von Kindern gesucht

Der 45-jährige Mann aus Oberhausen war bereits zweimal verurteilt worden. Er hatte immer wieder kinderpornographische Bilder und Videos aus dem Internet heruntergeladen. Aufhören wollte oder konnte er offenbar nicht. Einem Chat-Partner hatte er geschrieben, dass er auf ein bis zwölf Jahre alte Kinder stehe. Und dass es sich gut anfühle, mal etwas mit einem Kind zu machen.

Spätestens 2019 ist er dann tatsächlich dazu übergegangen, die Nähe von Kindern zu suchen.

Weitere Tat in Mülheim

Neben der Tat im „Atlantis“ hatte sich der 45-Jährige auch in einem Spielbereich des Rhein-Ruhr-Zentrums in Mülheim vor einem Mädchen entblößt. In das Urteil des Essener Landgerichts ist außerdem eine frühere Verurteilung wegen Kinderpornographie mit eingeflossen.

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