Mit Agathe durch´s Treppenhaus

11.06.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kirchhellen Ein bisschen sieht die vier Meter große «Agathe» wie ein «Ent» aus. Eines jener Baumwesen aus der Trilogie «Herr der Ringe», die reden und laufen können. Allerdings waren die nicht so schön bunt wie «Agathe». Wie man bei der Skulptur, die seit neuestem das Treppenhaus in der Hauptschule Kirchhellen ziert, auf den Namen «Agathe» kommt, bleibt wohl das Geheimnis der Schülerin, die sich diesen Namen ausgedacht hat. Kein Geheimnis ist, wie «Agathe» ihren Weg in die Hauptschule gefunden hat, denn daran waren 19 Schüler des achten Jahrgangs der Schule ganz maßgeblich beteiligt. Sie nahmen teil an einem Förderprojekt «Kultur und Schule», das vom Land NRW getragen wird. Und das so gut an der Schule ankam, dass es im nächsten Jahr wieder angeboten werden soll. Bei der Kirchhellener Künstlerin Renate Worberg lernten die Schülerinnen und Schüler im ersten Halbjahr des Schuljahres zunächst vieles über Farben: «Ich wollte, dass sie Lust an Farben entwickeln.» Zunächst bemalten die Schüler Dachlatten, trauten sich später an komplexere Gebilde aus Holzresten heran, die sie im Dorf sammelten. Bei Bildhauer Guido Hofmann ging es dann an die Konzeptionierung und Fertigstellung der großen Skulptur. Die Einzelteile von «Agathe» verdanken die Schüler übrigens dem Sturm «Kyrill». Hofmann: «Das Holz habe ich nach dem Sturm im Wald gesammelt. Das wäre für die Schüler zu gefährlich gewesen.» In Handarbeit wurden die einzeln von den Schülern bemalt, wetterfest lackiert, dann mit einem Zapfen-System zusammengefügt und im Treppenhaus aufgestellt. In den «Farben des Ruhrgebiets» sollte die Skulptur bemalt werden. Rot wie Eisen, Blau wie die Ruhr und schwarz wie Kohle. Viel schwarz ist an Agathe nicht zu sehen. Aber die Kohle fehlt ja auch sonst meistens. ber

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