Bevor die Fläche landwirtschaftlich genutzt werden kann, muss der ganze Plastikmüll aus dem Kompost gefischt werden. © Guido Bludau
Plastikabfall

Mit dem Kompost vom Friedhof kam unverrottbarer Müll aufs Feld

Plastikhüllen von Grablämpchen, Bindedraht, Trauerschleifen - wer Kompost vom Friedhof „verbaut“, muss erstmal Müll trennen. So geschieht es an der Hagenbeckerstraße in Holsterhausen.

Zahlreiche Plastikvasen, unverrottbare Trauerschleifen sowie lange schwarze Bänder, rote Hüllen von Grablichtern, Bindedraht für Gestecke und sehr viel Styropor verteilt sich derzeit auf einer großen Fläche im Dorstener Ortsteil Holsterhausen an der Hagenbecker Straße/Ecke Am Kreskenhof.

Der Plastikmüll ist auf dem Kompost verrottet und jetzt wieder ans Tageslicht gekommen. © Guido Bludau © Guido Bludau

Anwohner und Spaziergänger wundern sich über diese Vermüllung. Aufklärung brachte ein Gespräch mit Ulrich Gröting. Er ist Friedhofsgärtner und will diese Fläche zu einer landwirtschaftlichen Nutzfläche machen. Dabei wurde ein großer Komposthaufen, der sich eigentlich an einem Ende der Fläche befand, mit Hilfe eines Radladers über die ehemalige Tannen-Aufzuchtschonung verteilt.

Friedhofsbesucher trennen den Müll nicht sorgsam genug

Der Komposthaufen stammt vom benachbarten Friedhof und wurde hier seit Jahren schon gesammelt. Bei der Verteilung des Komposts trat der ganze Plastikabfall wieder zu Tage. Mitarbeiter der Friedhofsgartenbau-Firma von Ulrich Gröting und er selbst sind nun dabei, mühsam per Hand die Fläche zu reinigen.

Friedhofsgärtner Ulrich Gröting hat inzwischen mehrere Container mit dem Müll gefüllt. © Guido Bludau © Guido Bludau

Der eingesammelte Müll füllt mittlerweile mehrere große Abfallbehälter. Ulrich Gröting ärgert sich über so viel Müll im Kompost, der eigentlich nur den guten Boden erhalten sollte. „Das liegt daran, dass der Müll auf dem Friedhof nicht getrennt wird, dabei stehen dort genügend Behälter für die richtige Mülltrennung“, so Gröting.

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Als „Blaulicht-Reporter“ bin ich Tag und Nacht unterwegs, um über Einsätze von Polizei und Feuerwehr seriös in Wort und (bewegten) Bildern zu informieren. Dem Stadtteil Wulfen gehört darüber hinaus meine besondere Leidenschaft. Hier bin ich verwurzelt und in verschiedenen Vereinen aktiv. Davon profitiert natürlich auch meine journalistische Arbeit.
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Guido Bludau

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