Mit dem Radl da

18.09.2007, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wulfen Gut zwei Wochen nach dem Start ihres "Betriebsversuches" in Wulfen-Barkenberg hat die Deutsche Post AG gestern die Notbremse gezogen. Ab sofort werden Briefe und Päckchen wieder mit dem Rad zugestellt. "Wir sind flexibel und kein Staatsunternehmen mehr", betonte Pressesprecher Friedrich Buttgereit. "Wir arbeiten kundenorientiert und reagieren schnell."

Tatsache ist aber auch, dass die Umstellung vom Rad aufs Auto zentral geplant wurde, ohne dass das verzwickte Wegenetz in Wulfen-Barkenberg berücksichtigt wurde. So kam es vor, dass die Post ihren Adressaten deutlich später erreichte als früher. Oder die gelben Lieferwagen dort entlang fuhren, wo sie eigentlich nicht sein dürfen. Ordnungsamtsleiter Rolf Köllmann konnte sich deshalb einen Seitenhieb auf den "gelben Riesen" nicht verkneifen. "Wenn man im Vorfeld mit uns gesprochen hätte, wäre der Versuch wohl nie gestartet worden."

Pfosten verschwunden

Doch die Postzustellung auf verbotenen Wegen war nicht das einzige Dilemma. Auch Privatpersonen fuhren zuletzt regelmäßig bis an die Haustür vor, und sei es auch nur, um eine Kiste Wasser auszuladen. Köllmann ist verwundert: "Es werden Poller umgelegt, weil scheinbar jeder Zweite einen Schlüssel hat." An manchmal Stellen sind die Absperrpfosten gänzlich verschwunden. Der Chef des Ordnungsamtes hat deshalb seine Mitarbeiter und den City-Service angewiesen, verstärkt das Fahrverbot in Wulfen-Barkenberg zu kontrollieren. dieb

Lesen Sie jetzt