Auch der Radweg entlang der L 463 (Gahlener Straße/Königsberger Allee) soll überprüft werden - hier haben die Bauwurzeln für einige Verwerfungen gesorgt. © Michael Klein
Radwege

Mit Lasertechnik: Minitransporter prüft schadhafte Radwege in Dorsten

Ein kleiner Transporter wird demnächst an den großen Straßen in Dorsten unterwegs sein. Er wird dort den Zustand der Radwege untersuchen. Das Auto ist dafür speziell ausgerüstet.

Vielen Verkehrsteilnehmern wird in den kommenden Wochen ein ganz besonderer Klein-Transporter auffallen: Der Wagen ist auf seiner Ladefläche voll bepackt mit moderner Laser- und Kameratechnik. Das Fahrzeug wird bis Herbst in Dorsten und weiteren Städten des Ruhrgebiets die Radwege entlang der großen Straßen „abtasten“ und so deren baulichen Zustand unter die Lupe nehmen.

2.500 Kilometer Radwege hat die zuständige Straßenbaubehörde Straßen.NRW in diesem Jahr bereits in Ostwestfalen-Lippe und im Münsterland kontrolliert. Seit dieser Woche ist das Gefährt auch auf nutzungspflichtigen Radwegen entlang von Landes- und Bundesstraßen im Bereich der Straßen.NRW-Straßenmeisterei Marl (zu der auch Dorsten gehört) unterwegs.

Außerhalb der Ortschaften

An welchen Tagen die Dorstener Radwege untersucht werden, kann Straßen.NRW-Medienbeauftragte Nadia Leihs nicht genau sagen. Aber es wird an den Bundesstraßen 58, 224 und 225 sowie an den Landesstraßen 509 (Halterner Straße), 463 (Gahlener Straße/Königsberger Allee), 818 (Gladbecker Straße), 652 (Rekener Straße), 608 (Hervester Straße), 607 (Schermbecker Landstraße) und 601 (Altendorfer Straße) der Fall sein – außerhalb der sogenannten Ortsdurchfahrten.

Dieses Fahrzeug wird mit Laser- und Kameratechnik den Zustand der Radwege prüfen. © Schnierung GmbH © Schnierung GmbH

In den vergangenen Wochen haben die Mitarbeiter der Straßenmeistereien laut Nadia Leihs gezielt an den zu kontrollierenden Strecken den Bewuchs auf den Grünstreifen zurückgeschnitten, zudem werden die Fahrbahnen der Radwege kurz vor der Kontrollfahrt nochmals gesäubert: „Denn das Kontrollfahrzeug soll auch kleinere Schäden, die zum Beispiel durch Baumwurzeln oder starken Frost verursacht wurden, erkennen und dokumentieren.“

Dafür ist der Klein-Transporter mit diversen technischen Geräten ausgerüstet. Da sind zunächst die Laser, mit denen die Strecke lückenlos abgetastet wird, sodass ein Längsprofil des jeweiligen Weges erstellt werden kann. Zum anderen verfügt das Fahrzeug über eine senkrecht auf die Fahrbahnoberfläche filmende, hochauflösende Kamera, die Schäden lückenlos dokumentieren kann. Zusätzlich erfassen Front- und Rückkameras die nähere Umgebung, also zum Beispiel den Bewuchs entlang der Strecke oder kreuzende Wege und Straßen.

Im laufenden Verkehr

„Nach der Erfassung werden wir ganz genaue Daten über den Zustand all unserer Radwege haben und somit in der Lage sein, gezielte Sanierungsmaßnahmen vorzunehmen. Von Vorteil sei, dass mit dem Transporter im laufenden Verkehr gemessen und fotografiert wird. Dadurch seien Sperrungen von Radwegen in der Regel nicht vorgesehen.

Die Ergebnisse der Kontrollfahrten werden in sogenannten Zustandskarten festgehalten, die voraussichtlich im Laufe des kommenden Jahres vorliegen werden.

Welche der genannten Radwege an Bundes- und Landstraßen in Dorsten sind dringend sanierungsbedürftig? Bitte nennen Sie uns die genauen Stellen der Schäden (Tel. 02362/9277-42) und schicken Sie möglichst ein Bild dazu – per Mail anredaktion@dorstenerzeitung.de . Die Dorstener Zeitung wird weiter über dieses Thema berichten.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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