Mountainbike-Parcours oder Treffpunkt für die Jugend

Zukunft des Freibadgeländes

Gibt es noch Hoffnung für das Freibadgelände an der Bismarckstraße? Wenn es nach den Hervestern ginge, auf jeden Fall. Sie spielen mit vielen interessanten Gedanken.

Hervest

, 21.11.2017, 13:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Gelände des ehemaligen Freibades an der Bismarkstraße in Dorsten Holsterhausen aus der Vogelperspektive. Foto: Guido Bludau

Das Gelände des ehemaligen Freibades an der Bismarkstraße in Dorsten Holsterhausen aus der Vogelperspektive. Foto: Guido Bludau © Bludau

Das Grundstück des ehemaligen Freibades an der Bismarckstraße ist „vermintes“ Gelände. Es ist wegen Altlasten im Boden weitgehend unbrauchbar. Bürger aus Hervest trugen eigene Ideen zur Nutzung vor.

viele Dorstener erfüllt mit Wehmut, dass es ihr Freibad an der Bismarckstraße nicht mehr gibt und die Natur sich über das Gelände hermacht.

Ein Zaun sollte jetzt aufgestellt werden, denn auf dem Gelände lagert Abbruchmaterial aus einem ehemaligen Kloster, das 2001 aus dem Atlantisgelände ausgebuddelt, an die Bismarckstraße gebracht und dort lose in Bodensenken verfüllt worden ist. Das Abbruchmaterial ist tückisch für jeden, der es betritt. Denn es kann jederzeit einstürzen, wie Dagmar Stobbe, beim Planungsamt zuständig für Altlasten, bei einer Bürgerversammlung im Hervester Marienviertel sagte.

Die Beseitigung des Abbruchmaterials und Wiederherstellung des Geländes kostet viel Geld, circa 300.000 Euro, so Stobbe. Ein Betrag, den die Stadt nicht aufbringen kann. Weil das Betreten des Grundstücks gefährlich ist, will die Stadt das Freibadgelände komplett umzäunen, „um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen und vor unbefugtem Betreten zu schützen“.

Der Umwelt- und Planungsausschuss konnte sich mit dieser Idee nicht anfreunden und bat um Aufschub bei der Entscheidung, einen Zaun aufzustellen. Denn neue Nutzungsideen aus der Bürgerschaft lassen die Liebhaber des Geländes aufhorchen.

Mountainbike-Parcours wäre gut

Sprecherin Maria Hoffrogge eröffnete mit Vorschlägen in der Quartiersrunde folgende Perspektiven: „Die Leiterin der Von-Ketteler-Schule, Margarete Kannengießer, hat vorgeschlagen, dass das Gelände für den Unterricht genutzt werden kann. Radsportler fänden es gut, wenn dort ein Moutainbike-Parcours eingerichtet wird.“ Eine Idee, die Uwe Keller, Vorsitzender des Dorstener Radsportvereins, angeregt habe.

Ein dritter Vorschlag kommt aus dem Initiativkreis Marienviertel: „Vielleicht kann man das Gelände für die Jugend im Quartier herrichten, es gibt definitiv zu wenig Möglichkeiten für Heranwachsende in unserem Ortsteil“, sagte Maria Hoffrogge.

„Der Rat muss entscheiden, ob das Gelände es wert ist, dass weitere 300.000 Euro investiert werden oder nicht“, meinte Werner Springer, Moderator des Diskussionsabends in Hervest, zusammenfassend.

Bürgermeister Tobias Stockhoff und Stadtbaurat Holger Lohse rieten den Hervestern, sich weiter „Gedanken zu einer klugen Nutzung des Geländes zu machen, auch wenn sie erst in fünf bis zehn Jahren umgesetzt werden könnnen“..

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