Die Dorstener Sängerin Julie Wnuk hat mit dem Band-Projekt „The colour of desert" ihre Debüt-CD vorgelegt. © Privat
Band-Projekt

Multi-Talent Julie Wnuk: Band-Album mit feinstem Alternative-Pop

Die Singer-Songwriterin Julie Wnuk aus Dorsten hat die erste eigene CD mit dem Bandprojekt „The colour of desert“ produziert. Dafür gab es sogar ein Stipendium des NRW-Kultur-Ministeriums.

Als eine der Frontsängerinnen vom „Rockorchester Ruhrgebeat“ ist sie vielen Dorstener Musikfans von den hiesigen Live-Shows bekannt. Beim „Vinylcafe-Acoustic Open-Air“ begeisterte sie im Sommer im Creativ-Quartier Fürst Leopold das Publikum. Mit ihrem Bandprojekt „The colour of desert“ trat sie im Vorjahr beim „Red Ballon Festival“ am Leo auf – und mit ebendiesen Mitmusikern hat die Dorstener Singer-Songwriterin Julie Wnuk nun die Debüt-CD veröffentlicht.

Zehn Songs eingespielt

Zehn Songs finden sich auf dem in einem Moerser Studio aufgenommenen Album von „The colour of desert“, das „The Spirits you´ve called“ betitelt ist. „Eine Anlehnung an den berühmten Satz aus Goethes Zauberlehrling“, sagt Julie Wnuk. „Die Geister, die ich rief“ – wie es im Original heißt – dreht sie in englischer Übersetzung jedoch in „Die Geister, die Du riefest“ um.

Die zehn melodischen, englischsprachigen Songs bewegen sich in Richtung feinstem „Alternative-Pop“ und haben alle biografische Einflüsse. „Sie handeln von Einsamkeit, von Orientierungslosigkeit, von Selbstfindung“, so die Musikerin.

Philosophisches Text-Gerüst

In „Let go“ geht es um das Loslassen von Beziehungen und Dingen, im Titeltrack um das Thema Narzissmus. Der Song „Bury me and you“ thematisiert eine Freundschaft, die völlig unerwartet in die Brüche geht. Die Texte haben oft ein philosophisches Gerüst, stellen Fragen, was nach dem Tod passiert („All i want to know“ und „Repeating“).

Den musikalischen kreativen Kern des Band-Projektes, für das Julie Wnuk ein Künstlerstipendium vom NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft erhalten hat, bildet sie gemeinsam mit Multi-Instrumentalist und Produzent Christopher Hafer aus Moers, der als Schlagzeuger schon mehrmals von US-Sängerin Vonda Shepard auf Europa-Tourneen engagiert war.

Studioaufnahme: Julie Wnuk mit Gitarrist Paul Neumann. © Privat © Privat

Die Dorstenerin ist übrigens durch ein Kunststudium auch im bildnerisch-künstlerischen Bereich vorgebildet: So hat sie in kompletter Eigenregie die Video-Clips zu den ersten Single-Veröffentlichungen des Albums gedreht und komplett produziert sowie das Album-Cover mit dem gesamten Booklet selber gestaltet.

Keine Release-Show wegen Corona

Release-Shows zur Veröffentlichung des Albums stehen Corona-bedingt noch nicht fest. „Live-Auftritte liegen leider gezwungenermaßen immer noch brach“, so die Dorstenerin. Auch der Präsenz-Unterricht, den sie als Gesangs-Coach anbietet, kann derzeit nicht stattfinden.

Immerhin: Ihre Online-Kurse für „Gesang“ und „Authentisches Songwriting“ laufen wie gehabt. „Die habe ich schon vor Corona entwickelt“, so die Hervesterin. Im Januar startet sie darüber hinaus einen achtwöchigen Online-Kurs, bei dem es auch um Themen wie Selbstvermarktung und Musikbusiness geht.

Das Album ist ab 12. Dezember (Samstag) auf allen gängigen Streaming-Portalen wie Spotify, iTunes etc. zu hören. Kaufen kann man die CD für 15 Euro direkt über die Internetseite www.thecolourofdesert.com und im Plattenladen „Plattenbude“ von Heinz-Bernd Töns an der Freiligrathstraße in Dorsten-Hervest.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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