Kita-Leiterin Nadine Gelissen (links) und Erzieherin Tanja Wilkin haben mit den Kindern eine positive Respekt-Botschaft am Kunstwerk gesetzt, das von Unbekannten beschädigt worden war. © Privat
Solidaritätsaktion

Nach Attacke auf Kunstwerk: Kindergarten malt bunte Respekt-Botschaft

Hohe Wellen schlug in Dorsten die Schmier-Attacke ausgerechnet auf ein Kunstwerk zum Thema „Respekt“. Jetzt hat ein Kindergarten aus der Nachbarschaft dort eine schöne Botschaft gesetzt.

Die Schmier-Attacke vom Freitag (2.7.) auf das im „Stadtsfeld“ in Dorsten stehende Fadenkunstwerk zum Thema „Respekt“ der Künstlerin Brigitte Stüwe schlug in den vergangenen Tagen hohe Wellen. Auch das Team der in dem Wohngebiet befindlichen Kindertagesstätte „Arche“ war „schwer entsetzt“ darüber, dass unbekannte Täter die großformatige Tafel mit schwarzer Farbe besprüht, das Wort „Respekt“ durchgestrichen und um den Schriftzug „Es reicht“ ergänzt hatten.

Kita-Mitarbeiterin Tanja Wilkin und Leiterin Nadine Gelissen wollten das so nicht stehen lassen und setzten stattdessen eine positive Botschaft. Immerhin ist die evangelische Einrichtung selbst mit bunten Findlingen an dem dortigen Respekt-Projekt beteiligt.

Farbiger Schriftzug

Und so malten Kinder und Erzieherinnen in Absprache mit den Verantwortlichen 30 kleine Respekt-Schildchen für die Wildblumen-Wiese vor dem Kunstwerk. Und dazu großformatige Buchstaben und setzten damit den farbigen Schriftzug „Es reicht noch lange nicht“ auf die Platte, die inzwischen von der Dorstener Arbeit gesäubert wurde und deren rote Fäden die Künstlerin hat entfernen lassen.

Die Kinder waren sofort Feuer und Flamme, so Nadine Gelissen. „Sie sagten, sie würden es auch schlimm finden, wenn jemand ihre Bilder bemalen würde.“ Und sie waren stolz, dass ihnen die ganze Nachbarschaft ein dickes Lob ausgesprochen hat.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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