Nach Baustellenärger an Kiosk-Parkplatz in Dorsten: Stadt weist Kurzzeit-Halteflächen aus

mlzBaustellen-Ärger

Eine Kioskbesitzerin in Dorsten fürchtete den geschäftlichen Ruin, weil die Stadt den Parkplatz vor ihrem Laden sperren und als Baulager nutzen will. Nun gibt es einen Kompromiss.

Dorsten

, 19.07.2019, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Baustellen-Ärger um den Parkplatz vor dem Gesundbrunnen-Kiosk nahe des Essener Tor hat sich noch vor der geplanten Sperrung der Parkfläche eine Kompromisslösung ergeben: Die Stadt will zwei Halteflächen am Westwall in der Nähe des Kiosks übergangsweise als Kurzzeitplätze ausweisen.

Fahrer liefern Pakete

Wie berichtet, wird der Parkplatz im Wendehammer Gahlener Straße/Westwall als Baustellenlager für den Umbau der Essener Straße benötigt und deshalb ab 1. August für den privaten Autoverkehr dicht gemacht. Das sorgte für Entsetzen bei Rita Dönnebrink, die den dortigen Kiosk samt Hermes-Paketshop betreibt: Sie fürchtete um ihre geschäftliche Existenz, wenn Kunden und Auslieferungsfahrer nicht mehr vor ihrem Laden parken können.

Nötig für Baustellenverkehr

Laut Stadt könne auf dem Parkplatz selbst eine solche Stellmöglichkeit nicht geschaffen werden. Die Fläche werde komplett für das Baustellenlager benötigt, insbesondere für Materiallieferungen mit schweren Lastwagen, die ausreichend Platz zum Rangieren benötigen.

Nachdem sich die Familie der Pächterin nach Angaben von Stadtpressesprecher Ludger Böhne vor gut einer Woche an Bürgermeister Tobias Stockhoff gewandt und um Unterstützung gebeten und auch unsere Zeitung über die Sorgen der Kiosk-Pächterin berichtet hatte, ist nun Bewegung in die Sache bekommen.

15 Minuten Parkzeit

Laut Pressemitteilung der Stadt habe Bürgermeister Stockhoff dann den Vorschlag gehabt, dass die nächstgelegenen Parkmöglichkeiten am Westwall in Höhe des Haupteingangs zum Seniorenzentrum St. Elisabeth genutzt werden sollen. Die ersten beiden Parkplätze am Straßenrand werden nun kurzfristig mit der Beschränkung auf 15 Minuten Haltezeit bei Auslegung einer Parkscheibe ausgewiesen - Zeit genug auch für Kunden und Fahrer, Pakete abzuliefern oder abzuholen.

Kein Parkschein nötig

„Ein Parkschein muss für den kurzen Halt nicht gezogen werden“, so Ludger Böhne. Nachdem die Parkschilder aufgestellt sind, werde der Kommunale Ordnungsdienst „intensiv kontrollieren“, ob die Höchstparkzeit dort eingehalten wird. „Mit diesem Vorschlag kann ich gut leben“, freut sich Kiosk-Pächterin Rita Dönnebrink.

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