Nach Kritik am Pflegezustand rodet Stadt Dorsten den „Obsthain der Stadtteile“

mlzBürgerpark

Die SPD Rhade hatte vor ein paar Tagen die mangelnde Pflege des neu angelegten Apfelbaum-Geländes im Bürgerpark kritisiert. Die Stadt äußert sich nun zum Zustand der Bäume.

Dorsten

, 29.07.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nachdem die Rhader SPD vor ein paar Tagen auf ihrer Internet-Seite den „ungepflegten“ Zustand des „Dorstener Obsthains“ im Bürgerpark Maria Lindenhof bemängelt hatte, hat die Stadt auf die Kritik reagiert. „Wir haben sofort danach durch das Landschaftsbüro Vennemann die vom Unkraut bewachsenen Flächen roden lassen“, erklärt Mila Ellee vom Planungsamt der Stadt Dorsten auf Anfrage unserer Zeitung.

Auf dem ehemaligen Kinderspielplatz (im Vorjahr noch Standort des Essbaren Stadtkrone-Gartens) waren im Frühjahr Baumsetzlinge gepflanzt worden, einer für jeden der elf Dorstener Stadtteile und für einige Städte-Partnerschaftsvereine.

Außerdem sollte eine Wildblumenwiese die Fläche zieren. „Doch leider wurden die ausgesäten Blumen von den Karnickeln gefressen“, so Mila Ellee. Das Unkraut hingegen wucherte wild weiter. Die städtischen Grünpfleger hätten zwar frühzeitig einen Hinweis bekommen, dass das Gelände ins Kraut schießt. Doch die Sache sei dann wohl im Hause wegen des drängenden Eichenprozessionsspinnerproblems liegen geblieben, entschuldigt Mila Ellee die Tatsache, dass der Obsthain zum Stiefkind wurde.

„Spärliches Blattwerk“

Die SPD Rhade hatte zudem darauf hingewiesen, dass einige Bäume ein nur „spärliches Blattwerk“ tragen und „kränklich“ wirken. Das unterschiedliche Aussehen hat laut Stadt damit zu tun, dass dort unterschiedliche Apfelbaumsorten eingesetzt wurden, die auch wegen der Bodenverhältnisse unterschiedliche Wachstumsphasen hätten. Die Bäume jedenfalls seien in einem guten Zustand.

Von den Karnickeln verspeist wurden auch die Pflanzen in den vier Containern des Essbaren Gartens, die vor der ehemaligen Jugendverkehrsschule aufgestellt wurden. Hier soll nun ein neuer Versuch gestartet werden – die Aussaat wird dann durch einen Karnickeldraht besser geschützt. Bewässerungspaten sollen die Nachbarn vom Diakonie-Altenheim und vom LWL-Wohnhaus werden. Die Bewohner des LWL-Wohnhauses sorgen auch seit Monaten dafür, dass die Stadtteil-Bäume im Apfelhain täglich Wasser bekommen, von A wie Altendorf-Ulfkotte bis W wie Wulfen.

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