Hervester Straße: Buchen und Linden weichen Wohn- und Geschäftshaus

mlzNeubaumaßnahme

Buchen und Linden überragen das ehemalige Wohnhaus der Familie Rose in Wulfen an der Hervester Straße. Heinz Schrudde schmerzt, dass der Baumbestand am Montag gefällt werden muss.

Wulfen

, 23.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Montag (24.2.) fällt an der Hervester Straße zwischen Getränkemarkt und Apotheke der Startschuss zu einem Neubauprojekt. Dafür müssen zunächst zwölf Bäume, Buchen und Linden auf dem Grundstücke des ehemaligen Wohnhauses der Familie Rose gefällt werden.

Das Grundstück hat der Geschäftsführer der Wulfener Immobilien GmbH, Heinz Schrudde, 2016 gekauft. Zwei Jahre später erwarb der Unternehmer auch das Nachbargrundstück, auf dem die Wulfener Hubertus-Apotheke beheimatet ist.

Bis zu 25 neue Wohnungen sollen entstehen

Auf beiden Grundstücken sollen bis 2022 bis zu 25 neue Wohneinheiten, drei Geschäftslokale und eine Tiefgarage in zwei Bauabschnitten errichtet werden. Die Wohnungen sind laut Auskunft von Schrudde zwischen 60 und 75 Quadratmeter groß und für junge Paare oder Einzelpersonen oder älter gewordene Wulfener, die sich kleiner setzen möchten, gut geeignet.

„In Wulfen sind Wohnungen stark nachgefragt, aber die Nachfrage nach neuem, barrierefreien Wohnraum kann nicht befriedigt werden.“ Er habe bereits jetzt eine Warteliste mit 40 Bewerbern. Schrudde rechnet mit weiteren Nachfragen, wenn die Bauschilder aufgestellt werden.

Baumbestand war von Anfang an ein Thema

Der gebürtige Wulfener und Geschäftsführer der Firma AS Drives & Services GmbH Reken hat deshalb in Abstimmung mit dem Architekturbüro Stefan Risthaus aus Lembeck das neue Wohn- und Geschäftshaus anstelle des leer stehenden Rose-Wohnhauses entwerfen lassen.

Der alte Baumbestand auf dem Grundstück zwischen Bahnlinie und Hervester Straße war von Anfang an ein Thema für den Eigentümer und die Planer. Schrudde weiß um die Bedeutung von altem Baumbestand. „Wir haben uns deswegen die Köpfe heiß geredet“, sagt Schrudde auf Anfrage. Ausschlaggebend sei letztendlich das Gutachten eines Baumsachverständigen gewesen.

Es wird auf jeden Fall Ersatzpflanzungen geben

„Er hat alle Bäume untersucht. Bis auf drei haben alle faulige Stämme, sind abgängig oder müssten ohnehin in den nächsten zwei Jahren gefällt werden, weil sie nicht mehr standsicher sind.“ So werden am Montag die Mitarbeiter des beauftragten Baumfällunternehmens die Sägen ansetzen. „Wir werden selbstverständlich Ersatzpflanzungen vornehmen“, versichert Heinz Schrudde. In Abstimmung mit dem Baumsachverständigen sollen es Bäume sein, die dem Klimawandel gewachsen sind und mit ihren Wurzeln keinen Schaden anrichten können.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt