Nicola Michels ist seit dem 1. August 2021 Schulleiterin des Paul-Spiegel-Berufskollegs an der Halterner Straße. © Claudia Engel
Paul-Spiegel-Berufskolleg

Neue Chefin am Berufskolleg hat schon bei vielen einen Stein im Brett

Sie ist erst 100 Tage im Amt: Nicola Michels, neue Leiterin des Paul-Spiegel-Berufskollegs, hat als Chefin schon jetzt Akzente gesetzt. Ihre Begeisterung für ihre Arbeit färbt auf alle ab.

Wenn Nicola Michels spricht, ist ihr ihre Freude an ihrem Tun anzumerken: „Ich habe einen gut organisierten Laden übernommen“, bedankt sich die neue Schulleiterin des Paul-Spiegel-Berufskollegs warm bei ihre Vorgängerin Michaela Büschemann und dem langjährigen Stellvertreter, Stefan Eulering. Er kenne die Schule von Grund auf und habe ihr sehr geholfen, heimisch zu werden und sich mit den Besonderheiten der Kollegschule an der Halterner Straße vertraut zu machen.

Das Pensum ist angesichts des „mittelständischen Unternehmens“, das sie nun führt, beachtlich. Denn das Berufskolleg wird von 1.250 Schülern und Schülerinnen besucht, etwa 100 Lehrkräfte gehören zum Kollegium und viele dienstbare Geister, die vielfältigen Aufgaben in der Schule nachgehen.

26 Bildungsgänge an einer Schule

26 spezialisierte Bildungsgänge gibt es am Berufskolleg Dorsten. Die Informationstage jetzt im Dezember und im Januar helfen interessierten Schülern bei der Orientierung. „Wir beginnen am 1. Dezember, 16 bis 18 Uhr, mit den Informationstagen für Fachabitur, Abitur und Fachschule. Am 29. Januar von 9.30 bis 13 Uhr findet dann der Beratungstag für alle anderen Interessenten statt“, sagt die Schulleiterin. Im Mittelpunkt dieser Aktionen stehen eingehende Gespräche zwischen Lehrern und kommenden Schülern.

Das Sprechen mit anderen Menschen, die Interaktion, liegt der Chefin des Berufskollegs am Herzen. Pädagoge Lars Hartmann, unter anderem zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Haus, lobt Nicola Michels für ihre offene und zugewandte Art: „Die Kollegen nehmen es positiv wahr, dass wir jetzt anders aufgestellt sind.“ Er meint damit auch die vielen Einzelgespräche, für die Nicola Michels sich Zeit genommen hat. Sie selbst sagt: „Wenn meine Tür offen ist, sind alle herzlich willkommen.“ Mit 95 Prozent der Lehrkräfte habe sie bereits geplaudert. Und bei den Gesprächen gehe es nicht nur um Berufliches. „Auch für Privates ist Platz. Das bleibt natürlich vertraulich“, sagt sie.

Dreifache Mutter und berufstätige Frau

Das ist es, was die 45-Jährige besonders macht und andere für sie einnimmt. Dass sie es privat gewohnt ist, als dreifache Mutter und berufstätige Frau vieles unter einen Hut zu bringen, färbt sich augenscheinlich positiv auf die Arbeit in der Schule ab. Diese Arbeit leistet sie „entspannt“, „freudig“ und stets „positiv gestimmt“. Und diese Stimmung gibt sie ans Kollegium und die Schüler weiter.

Doch bei allen organisatorischen und privaten Plaudereien steht für die Schulleiterin selbstverständlich ihre Hauptaufgabe im Vordergrund: „Man managt vieles, aber Hauptaufgabe ist es, als Lehrer junge Menschen auf ihrem weiteren Lebensweg zu begleiten.“

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Seit 20 Jahren als Lokalredakteurin in Dorsten tätig. Immer ein offenes Ohr für die Menschen in dieser Stadt, die nicht meine Geburtsstadt ist. Das ist Essen. Ehefrau, dreifache Mutter, zweifache Oma. Konfliktfähig und meinungsfreudig. Wichtige Kriterien für meine Arbeit als Lokalreporterin. Das kommt nicht immer gut an. Muss es auch nicht. Die Leser und ihre Anliegen sind mir wichtig.
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Claudia Engel

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