An der Marktallee in Wulfen entsteht eine neue Kita. © Guido Bludau (Archiv)
Kita-Neubau

Neue Kita in Wulfen bietet Platz für 72 Kinder

Wulfen bekommt eine neue Kita gegenüber des Wulfener Markts. Die Einrichtung soll Platz für 72 Kinder bieten. Beim Bau spielt auch der Klimaschutz eine Rolle.

An der Marktallee gegenüber des Wulfener Markts entsteht eine neue Kita. Die Einrichtung soll Platz für vier Gruppen mit insgesamt 72 Kindern bieten. Vorgesehen sind zwei Gruppen mit je 20 Kindern von 2 Jahren bis zu Einschulung sowie eine U3-Gruppe mit zehn Kindern und eine Ü3-Gruppe mit 22 Kindern.

Das für die neue Kita vorgesehene Grundstück wird gut 2.600 Quadratmeter groß sein, wie aus der Planung hervorgeht, die am 11. Mai im Bauausschuss vorgestellt wird. Das eingeschossige Gebäude hat eine Grundfläche von etwa 1.000 Quadratmetern. Bei der Planung hat sich die städtische Gesellschaft InfraDor an den Kindertagesstätten Wennemar in Holsterhausen und Ziegelstraße auf der Hardt orientiert.

Wegfallende Parkplätze sollen kompensiert werden

Die Verwaltung rechnet damit, dass durch den Neubau rund 20 Parkplätze in unmittelbarer Nähe wegfallen. Auch das Obergeschoss der benachbarten Parkplatzanlage an der Kampstraße soll abgerissen werden, was weitere Stellplätze kosten würde. Der Wegfall soll durch neue Parkplätze im Umfeld der Kita kompensiert werden. Wie groß der Bedarf ist, wird noch ermittelt.

Für den Neubau müssen auch einige Bäume auf dem aktuell ungenutzten Grundstück weichen. Für das Verschwinden der kleinen Waldfläche muss nach Angaben der Verwaltung kein Ausgleich an anderer Stelle geschaffen werden. Der Bebauungsplan sehe dort ausdrücklich ein „Wohn- oder Kerngebiet“ vor.

Einige Klimaschutz-Maßnahmen sind auch geplant: etwa die Ausstattung des Gebäudes mit Photovoltaik zur Eigenstromerzeugung sowie die Nutzung von Erdwärme oder alternativ der Einsatz von Luftwärmepumpen. Ob man gänzlich auf den Einsatz fossiler Brennstoffe verzichten kann, soll bei der weiteren Planung geprüft werden.

Auch ein Gründach ist angedacht, um das Regenwasserkanalnetz zu entlasten. „Dachbegrünungen wirken dabei wie Regenrückhalteeinrichtungen“, schreibt InfraDor in der Vorlage für den Bauausschuss, „ein Nebeneffekt ist, dass die Niederschlagswassergebühren um 60 Prozent niedriger sind.“

Baubeginn Anfang 2022 und rund ein Jahr Bauzeit

Voraussichtlich im Januar oder Februar 2022 soll mit dem Bau begonnen werden. Als Bauzeit ist rund ein Jahr veranschlagt, sodass die neuen Kita-Plätze zum 1. März 2023 zur Verfügung stehen. Die Kosten werden auf 2.855.000 Euro beziffert. Die Bewilligung einer Förderung vom Land NRW in Höhe von 2.138.400 Euro gelte als sicher, heißt es in der Vorlage. Die Differenz trägt die Stadt Dorsten. Träger der Kita wird die Arbeiterwohlfahrt (AWO), die auch das benachbarte Gemeinschaftshaus führt.

Über den Autor
Redakteur
Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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Robert Wojtasik
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