Neue Schule Dorsten will ein weiteres Mal versuchen, Talentschule zu werden

mlzTalentschulen NRW

Die Würfel sind gefallen: Die Neue Schule Dorsten ist nicht unter den ersten 45 Talentschulen in NRW. Das ist kein Grund für die Schulleitung der Sekundarschule, aufzugeben.

Dorsten

, 05.02.2019, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wir sind leider nicht dabei. Das hätte gut in unser Konzept gepasst“, sagt die Schulleiterin der Neuen Schule an der Pliesterbecker Straße, Susanne Bender, auf unsere Anfrage. Die Sekundarschule hatte sich neben vielen weiteren Schulen um eine Förderung als Talentschule beworben. Am Freitag gab das Schulministerium die förderungswürdigen Einrichtungen bekannt. Die Neue Schule war nicht darunter.

„Wir wissen nicht, welche Kriterien bei der Auswahl angewandt wurden“, so Susanne Bender. Aber die Bezirksregierung in Münster habe signalisiert, dass die Maßstäbe noch mitgeteilt werden, die letztlich den Ausschlag im Bewerbungsverfahren gaben.

60 Schulen sollen besonders gefördert werden

Rund 60 Talentschulen sollen nordrhein-westfalenweit ausgebaut werden. Die Neue Schule sollte eine von ihnen sein. Da waren sich Politik, Verwaltung und Schulkonferenz einig. Denn eine Talentschule bringt Vorteile. So bekommen die Schulen deutlich mehr Lehrer zuerkannt. Außerdem wird eine Schulsozialarbeiterstelle eingerichtet.

Mit den konkreten Hinweisen, worauf es bei der Bewerbung als Talentschule ankommt, will die Schulleitung der Neuen Schule in Dorsten einen zweiten Anlauf unternehmen, um die begehrte Förderung vom Land zu bekommen. „Wenn nicht im nächsten Schuljahr, dann vielleicht im übernächsten“, sagt Susanne Bender.

Das Konzept der Talentschulen

  • Die Landesregierung verfolgt das Ziel, soziale Nachteile im Bildungsbereich zu überwinden. Alle Kinder und Jugendlichen sollen die gleichen Aufstiegschancen haben.
  • Mit dem Schulversuch Talentschulen ruft die Landesregierung eine Maßnahme für mehr Chancengerechtigkeit ins Leben. Der Schulversuch, der am 3. Juli 2018 vom Landeskabinett beschlossen wurde, soll zeigen, wie die Schülerleistungen an Schulen mit großen sozialen Herausforderungen durch besondere unterrichtliche Konzepte, gezielte Unterstützungsangebote bei der Schulentwicklung und zusätzliche Ressourcen gesteigert werden können.
  • Darüber hinaus sollen die Talentschulen vor Ort einen positiven Beitrag zur Quartiersentwicklung leisten. Der Schulversuch hat eine Dauer von sechs Jahren und wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert.
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