Neuer Beach-Club: Wie eine Dorstener Firma jede Menge „Strandgut“ nach Borken brachte

mlzStrandgut in Borken

Im Winter baut sie auf dem Marktplatz in Borken eine Eisbahn. Vor Kurzem hat die Firma Interevent dort „Strandgut“ eröffnet - eine Nummer größer als einst der „Stadtstrand“ in Dorsten.

Dorsten

, 26.07.2019, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Strandgut“ steht auf dem riesigen Torbogen. Rechts parkt ein ziemlich alter Truck, in der Ferne ist ein Aussichtsturm zu erkennen. Eine Bühne gibt es, Speise- und Getränkestände auch. Liegestühle, Sessel, Bänke und Tische, teilweise überdacht und unter Tarnnetzen in Chill-Out-Areas versteckt - und natürlich Sand. Viel Sand. „600 Tonnen“, sagt Hendrik Heeger.

„Borken wollte uns unbedingt“

Heeger hat den Beach-Club auf dem Marktplatz in der Borkener Innenstadt maßgeblich organisiert. Und ist begeistert von der Unterstützung, die die Interevent GmbH erfährt. „Die Stadt Borken wollte uns unbedingt, am liebsten schon im letzten Jahr“, sagt Heeger. „Aber das war uns zu kurzfristig.“

Neuer Beach-Club: Wie eine Dorstener Firma jede Menge „Strandgut“ nach Borken brachte

Hendrik Heeger (r.) und Matthias Scheidig haben das Konzept für "Strandgut" gemeinsam entworfen. © privat

Heeger und seine Kollegen haben die Zeit genutzt, um die Premiere von „Strandgut“ akribisch vorzubereiten. Im Umkreis von 100 Kilometern hat sich Heeger „jeden Beach-Club angesehen und die besten Ideen adaptiert“. Künstler Matthias Scheidig, der 2017 für die Graffiti-Gestaltung rund um das Sportbecken im Atlantis verantwortlich war, hat das Konzept und das Logo zeichnerisch entworfen und u.a. den auffälligen Torbogen gestaltet. Im Internet hat Heeger nach Mobiliar gesucht, das „ein wenig alternativ“ aussieht.

Eine Nummer größer als in Dorsten

Das alles ist eine Nummer größer als vor drei Jahren, als Interevent den „Stadtstrand“ erstmals nach Dorsten holte - aber finanziell ein wenig Schiffbruch erlitt, weil das Wetter meist überhaupt nicht sommerlich war. Auch in Borken spricht Heeger deswegen von einer „Hoch-Risikoveranstaltung“, doch die Voraussetzungen abseits der Wetterkarte sind andere als in Dorsten.

  • Die Lage: „Strandgut“ befindet sich auf dem Marktplatz, in Dorsten wurde der Sand ans Recklinghäuser Tor gekippt. „Ein Marktplatz ist natürlich besser, zumal es in Borken rundherum nur einige Cafés, aber keine Gastronomie gibt“, meint Heeger. Mit 1285 Quadratmetern ist der Borken-Beach zudem fast doppelt so groß wie der „Stadtstrand“ in Dorsten.
  • Die Unterstützung: Die Stadt Borken bezuschusst das fünfwöchige Event mit 37.100 Euro, weitere Sponsoren reduzieren darüber hinaus das finanzielle Risiko. Beeindruckt hat Heeger die Unterstützung vonseiten der Stadt, aber auch von örtlichen Unternehmern: „Ein Schrottplatz hat uns den alten Truck gebracht, ein Kanalbauer den Sand geliefert und verteilt. Den nimmt er hinterher auch wieder mit.“

Neuer Beach-Club: Wie eine Dorstener Firma jede Menge „Strandgut“ nach Borken brachte

Von einem Schrottplatz kam dieser alte Truck ins "Strandgut". © privat

  • Das Programm: In Dorsten gab es 2016 vor allem EM-Fußball, in Borken ist dank der Zusammenarbeit mit der dortigen Stadtagentur an mehreren Abenden pro Woche ein Musik- und Comedy-Programm vorbereitet, oft bei freiem Eintritt. Das gilt auch für das Konzert des ehemaligen X-Factor-Gewinners David Pfeffer am 10. August. Zur Eröffnungsveranstaltung am 12. Juli kamen bei regnerischem Wetter 1000 Menschen, die Abschlussparty am 17. August ist seit drei Wochen ausverkauft. Die Comedy-Reihe „Nightwash“ erlebten am Donnerstag 500 Menschen - da war „Strandgut“ allerdings bestuhlt.

Mit der Stadt Borken kann sich Interevent eine längere Zusammenarbeit vorstellen. „Im September sprechen wir erst mal über das nächste Jahr “, sagt Hendrik Heeger. Dann ist EM-Fußball, wie damals bei der Premiere in Dorsten.

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