Neuer Christstollen aus Dorsten brennt mit Feuerwasser

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Wenn eine Bäckerei und eine Kornbrennerei gemeinsame Sache machen, wird‘s heiß: Der Feuerstollen aus Dorsten brennt tatsächlich und bringt ein bisschen „Event“ auf die Kaffeetafel.

Dorsten

, 16.11.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Weihnachtszeit beginnt für Julia und Christoph Imping manchmal schon im März. Tatsächlich haben sie sich im Frühjahr Gedanken gemacht, was sie ihren Kunden im November und Dezember auf den Tisch legen können. Das Ergebnis wird ab Dienstag (17.11.) in allen 16 Verkaufsstellen der Bäckerei Imping in Dorsten angeboten: der Feuerstollen, der „wohl heißeste Stollen in ganz NRW“, sagen sie.

Die Weihnachtszeit wird anders als sonst

Im Corona-Jahr 2020 wird die (Vor-)Weihnachtszeit anders, als es die Dorstener kennen. „Unser neuer Stollen musste deshalb etwas sein, was man mit der eigenen Familie zelebrieren kann“, erklärt Julia Imping. Neben Orangenstollen oder Kaffeestollen sollte es „wieder in Richtung eines Klassikers gehen“. Ihr Bruder Christoph stellte dann die entscheidende Frage: „Wie kann ein Stollen brennen“?

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Das war der Augenblick, als Dirk Böckenhoff ins Spiel kam. Er ist Spezialist für Hochprozentiges und betreibt Kornbrennereien in Dorsten und Raesfeld-Erle. Nach einigen Tests war klar: 65-prozentiger Zwetschgenbrand aus dem Hause Böckenhoff ist die ideale Beigabe für den Feuerstollen.

Zucker und „Feuerwasser“ auf den Stollen

Tatsächlich ist das „Feuerwasser“ eigentlich zum Flambieren gedacht, man könnte den Inhalt des kleines Fläschchens aber auch problemlos trinken, versichert der Fachmann. Was allerdings die Gäste an der Kaffeetafel dazu sagen, wenn der eigentliche Höhepunkt ins Wasser fällt, steht auf einem anderen Papier.

Der Feuerstollen aus Dorsten from Ruhr Nachrichten on Vimeo.

Die feuerrote Verpackung des Feuerstollens enthält alle Zutaten für das „Event“, das ein wenig an eine Feuerzangenbowle erinnert. Zucker wird in einer vorbereitete „Rinne“ auf der Oberseite des Stollens gegeben, anschließend der Zwetschgenbrand vorsichtig darüber geschüttet und dann angezündet. „Am besten in einem abgedunkelten Raum, dann ist die Atmosphäre noch schöner“, weiß Julia Imping.

Ein „knisternder Moment“ im Dunkeln

Das „Feuerwasser“ karamellisiert den Zucker und „erzeugt einen herrlichen Duft“, versichern die Imping-Geschwister. Nach dem „knisternden Moment“ sollte der Stollen noch einen Moment abkühlen, bevor er „am besten warm“ gegessen wird.

Zucker in die vorgegebene Vertiefung geben, vorsichtig Pflaumenbrand dazugebenund anzünden. Julia und Christoph Imping sind sicher, dass ihr Feuerstollen viele Liebhaber in der Weihnachtszeit findet.

Zucker in die vorgegebene Vertiefung geben, vorsichtig Pflaumenbrand dazugebenund anzünden. Julia und Christoph Imping sind sicher, dass ihr Feuerstollen viele Liebhaber in der Weihnachtszeit findet. © Stefan Diebäcker

Dirk Böckenhoff hat ihn schon probiert und ist begeistert, wie gut sein „Brand“ mit dem süßen Backwerk harmoniert. Ab Ende dieser Woche gibt es den Feuerstollen auch in seinen Brennereien. Währenddessen haben sich Julia und Christoph Imping schon die nächste Köstlichkeit fürs Frühjahr 2021 überlegt. „Aber das wird jetzt noch nicht verraten.“

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