Neues Bauprojekt ermöglicht Wohnen in Gemeinschaft

DORSTEN Es ist das erste Bau-Vorhaben dieser Art in Dorsten: Männer und Frauen jeglichen Alters, die ein selbstbestimmtes Wohnen wünschen und einen Bauträger gefunden haben, der mit ihnen dieses Projekt stemmt.

von Von Michael Klein

, 03.03.2009, 17:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neues Bauprojekt ermöglicht Wohnen in Gemeinschaft

Erster Spatenstich beim Bauprojekt am Alten Postweg: Die Bauherren Barbara Richter (2.v.l.) und Hendrik Hütter (4.v.l.) sowie Mitglieder des Vereins "Wohnen in Gemeinschaft".

"Wohnen in Gemeinschaft" heißt die Initiative, Bau-Unternehmer Hendrik Hütter und seine Schwester Barbara Richter sind die Ausführenden. An der Ecke Alter Postweg/Uhlandstraße haben sie das geeignete Grundstück gefunden. 16 Wohneinheiten

Am Dienstag war der erste Spatenstich für das Haus, in dem 16 Wohneinheiten Platz finden. "Zwischen 34 und 134 Quadratmeter groß", erzählt Hendrik Hütter. Mit Gemeinschaftsraum für die Wohngruppe, ein Fahrstuhl wird die Geschosse von der Tiefgarage bis zum Staffelgeschoss verbinden. Die Zugänge zu den Terrassen, Balkonen und den Duschen werden barrierefrei gestaltet.

"Das Haus ermöglicht es den Bewohnern, sich gegenseitig zu unterstützen", freut sich Bodo Perlitz von "Wohnen in Gemeinschaft". 24 Köpfe zählt der Verein, elf Mitglieder werden hier insgesamt acht Wohnungen beziehen. Die noch freien Wohnungen werden aber nicht unbedingt an Vereinsmitglieder vergeben. Hendrik Hütter: "Hier kommt jeder Interessent zum Zuge."

Bodo Perlitz erklärte am Dienstag, dass der Verein noch jüngere Mitstreiter benötigt. "Wir würden am liebsten in jedem Dorstener Stadtteil dieses Konzept verwirklichen." Hendrik Hütter jedenfalls stellte bereits eine weitere Zusammenarbeit in Aussicht.

Ständiger Kontakt

Auch Dorstens Sozialamtsleiterin Rita Saalmann freute sich über das Bauvorhaben. "Der Stadt kommt ein solches Projekt entgegen", sagte sie. Mit dem Verein stehe sie im Arbeitskreis "Wohnen im Alter" in ständigem Kontakt. Denn: Neue Wohnformen seien angesichts der Herausforderungen der demographischen Entwicklung "dringend notwendig, damit die Menschen im Alter nicht vereinsamen".

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